12.09.2020 10:46 |

Feuer wütet weiter

Dutzende nach Waldbränden an US-Westküste vermisst

Hunderttausende Einwohner des Bundesstaats an der US-Westküste bereiten sich auf ihre Evakuierung vor, Zehntausende mussten bereits fliehen, Dutzende werden immer noch vermisst, erklärte Oregons Gouverneurin Kate Brown am Freitag. Die schnell um sich greifenden Waldbrände haben große Verwüstungen in Oregon und Kalifornien hinterlassen. Trotz der Bemühungen der Feuerwehr sind die Brände seit Donnerstag außer Kontrolle.

Seit Mitte August wütet in den USA das flächenmäßig größte Feuer in der jüngeren Geschichte Kaliforniens. Während die Feuerwalze immer noch nahezu ungebremst wütet, sind ihr diese Woche mindestens acht Menschen zum Opfer gefallen. Mehr als 4000 Quadratkilometer Land stehen Browns Angaben zufolge in Flammen.

Ausmaß der Katastrophe noch nicht bekannt
Experten der Behörde für Katastrophenschutz befürchten viele Todesopfer. Das ganze Ausmaß der Zerstörung sei noch nicht bekannt. Derzeit kämpft Oregons Feuerwehr gegen 16 größere Brände an. Hoffnung macht inzwischen aber ein kleiner Wetterumschwung: Nach einer Hitzewelle mit starken Winden herrscht nun kühleres Wetter mit abflauenden Winden, wodurch die Löscharbeiten erleichtert werden.

Fast 4000 Gebäude in Kalifornien abgebrannt
Im dem südlich angrenzenden Kalifornien waren am Freitag über 14.800 Feuerwehrleute gegen 28 größere Feuer im Einsatz. Nach Angaben der Behörde Cal Fire am Freitag forderten die Brände mindestens 19 Menschenleben, mehr als 3900 Gebäude wurden vernichtet.

In einer Brandzone im Bezirk Butte County, knapp 300 Kilometer nördlich von San Francisco, waren am Freitagabend noch 19 Menschen als vermisst gemeldet. Die Zahl der Toten kann bislang noch nicht genau abgeschätzt werden, da die schwelenden Überreste vielerorts noch zu heiß sind, um die Gebiete gründlich abzusuchen.

Brände sogar aus Weltraum zu sehen
Die Katastrophe ist mittlerweile sogar aus dem Weltraum gut zu erkennen. Die Weltraumorganisation NASA veröffentlichte Bilder, die eine deutliche Wand aus Rauch zeigen. „Der Rauch ist so dicht und weit verbreitet, dass er auch aus größerer Entfernung leicht zu sehen ist“, heißt es in einer Mitteilung der Raumfahrtbehörde. 

Klimawandel begünstigt Brände
Nach Einschätzung von Experten verschärft der Klimawandel Trockenheit, Hitze und Wetterextreme, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. In diesem Jahr brannte in Kalifornien bereits eine Rekordfläche von mehr als 12.500 Quadratkilometern Land ab. Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 größten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930.

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