08.09.2020 21:46 |

Golden Spike

Andreas Vojta läuft Super-Bestzeit in Ostrava

Großartiger Andreas Vojta! Bei der Golden Spike, einem zur World Athletics Continental Tour Gold zählenden Meeting, pulverisierte er in Ostrava als Sechster über 5000 m in 13:24,03 Minuten seine persönliche Bestzeit. Der von Wilhelm Lilge trainierte Athlet rückte damit in der „ewigen“ österreichischen Bestenliste vom neunten schon auf den vierten Platz vor. „Es war ein perfektes Rennen für mich“, strahlte Vojta. An der Spitze setzte sich Jakob Kiplimo (Uganda) in 12:48,63 in einem tollen Finish gegen Selemon Barega (Äth/12:49,08) durch.

Erst heuer war Andi Vojta in Wien mit 13:36,95 eine neue Bestzeit über die 5000 m gelaufen. Diese Zeit pulverisierte er jetzt bei idealen Bedingungen in Ostrava förmlich. Noch dazu unterstützt von Zuschauern, rund 3200 Fans waren trotz der Corono-19-Pandemie zugelassen und sorgten für eine tolle Stimmung. In dem 5000-m-Weltklasserennen hatte er sich in der dritten Gruppe am Schluss gehalten, war dann im Laufe des Rennens aber ein paar Plätze aufgerückt. „Ich fühlte, dass es sehr gut läuft“, lachte der 31-Jährige, der den ganzen Sommer über eine sensationelle Form bewiesen hat. Erstaunlich dabei seine Bandbreite - von 1500 m bis 10.000 m bot er ausgezeichnete Leistungen. Jetzt plant er auch noch einen Start bei der österreichischen 10-km-Meisterschaft.

Das 5000-m-Rennen zählte sicher zu den Highlights dieses ausgezeichneten Leichtathletik-Abends in Ostrava. Neben diesem Langstreckenlauf sorgte vor allem US-Star Christian Taylor für ein Highlight. Der derzeit wieder in Österreich lebende zweimalige Olympiasieger markierte als Dreisprungsieger im letzten Versuch mit 17,46 m auch die einzige Weltjahresbestleistung dieses Meetings - bejubelt von seiner Verlobten Beate Schrott, die Christian natürlich nach Ostrava begleitet hatte.

Die weiteren Höhepunkte der Continental Gold Tour in Ostrava waren das Kugelstoßen, das Ryan Crouser (US) mit 22,43 m gewann, oder auch der Diskuswurf mit Daniel Stahl (Sd) als Sieger mit 66,42 m. Der Versuch von Karsten Warholm, den Weltrekord über 400 m Hürden zu brechen, gelang freilich nicht. Der Norweger gewann zwar überlegen auf Bahn 8, jener Bahn, die er sich gewünscht hatte, das Rennen in 47,62, war aber weit außerhalb der Bestmarke von Kevin Young (USA), der seit Barcelona 1992 mit 46,78 Weltrekordler ist. Nachdem Warholm in Stockholm kürzlich aber mit 46,87 nahe an diese Bestmarke herangekommen war, hatte Ostrava alles daran gesetzt, Warholm nach Tschechien zu lotsen. Er wurde sogar mit einem Privatjet von Oslo nach Ostrava eingeflogen. Aber Weltrekorde gibt es nicht auf Bestellung.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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