03.09.2020 10:15 |

Nur ein Überlebender

Frachter vor Japan gesunken: Dutzende Vermisste

Fieberhaft hatte Japans Küstenwache nach einem Frachtschiff gesucht, das seit der Nacht auf Mittwoch vor der Südostküste des Landes vermisst worden war, seit Donnerstag ist es traurige Gewissheit: Das Schiff mit 43 Besatzungsmitgliedern und fast 6000 Rindern an Bord ist gesunken. Nur eine Person hat das Unglück überlebt.

Die Gulf Livestock 1 hatte zwei Tage zuvor 185 Kilometer westlich der Insel Amami Oshima einen Notruf abgesetzt, nachdem sie in den Taifun „Maysak“geraten war.

Welle warf Frachtschiff um
Am späten Mittwochabend konnte nahe ihrer letzten Position schließlich ein Überlebender aus dem Meer gerettet werden. Der 45-jährige Schiffsoffizier berichtete der Küstenwache, einer der Schiffsmotoren sei ausgefallen und eine Welle habe den Frachter umgeworfen, später sei er gesunken.

Suche nach weiteren Überlebenden erfolglos
Er selbst habe nach einer Lautsprecherdurchsage eine Rettungsweste angelegt und sei ins Meer gesprungen. Während er im Wasser auf seine Rettung gewartet habe, habe er keine weiteren Besatzungsmitglieder gesichtet. Drei Schiffe der Küstenwache, fünf Flugzeuge und Spezialtaucher suchten nach weiteren Überlebenden - ohne Erfolg.

Schwere Verwüstungen in Südkorea
Der Taifun „Maysak“ traf am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h an der Südküste Südkoreas auf Land, entwurzelte Bäume, stürzte Ampelmasten um und löste Überschwemmungen aus. In Busan kam eine Frau ums Leben, als der Sturm die Fensterscheiben ihrer Wohnung zerschmetterte. Mehr als 2200 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht, in rund 120.000 Haushalten fiel der Strom aus.

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