27.08.2020 06:00 |

1500 Euro gefordert

Wiener Pensionistin ließ Lottobetrüger abblitzen

Nicht mit ihr! Als Lottobetrüger von ihr telefonisch Geld forderten, blitzten sie bei der Wienerin Erika D. prompt ab. Statt unter anderem auf die Klagsandrohungen vom Bezirksgericht Meidling samt gleich zu bezahlender Strafen einzugehen, alarmierte die 77-Jährige geistesgegenwärtig die Polizei.

Erstmals heuer im Februar hatte es bei Erika D. geläutet. Am Telefon war ein Mann, der sich barsch als Angestellter des Bezirksgerichts Donaustadt ausgab. „Der Unbekannte wollte mir weismachen, ich hätte beim Eurolotto Wien 24, das es übrigens gar nicht gibt, teilgenommen. Nun müsse ich sofort bei einer Nummer anrufen. Was ich nicht tat und sofort zur Polizei lief“, schildert die 77-Jährige. Kriminalisten gaben ihr den richtigen Rat: „Nur ja nicht die Nummer wählen, denn dann hängen Sie in der kostenpflichtigen und teuren Endlosschleife!“

„Wollte mir 1500 Euro abknöpfen“
Nun versuchten es die Betrüger wieder! Diesmal war das „Bezirksgericht Meidling“ am Telefon. Auch dort berief man sich auf das Eurolotto. D.: „Der Anrufer konfrontierte mich mit einer Anzeige und wollte mir auf der Stelle 1500 Euro abknöpfen.“ Neuerlich knallte die Wienerin den Hörer auf und alarmierte die Polizei. Der Fall wird untersucht.

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Wie die auf mich gekommen sind, weiß ich nicht. Bei mir gibt es für die dreisten Betrüger jedenfalls nichts zu holen.

Die resolute Wienerin Erika D. (77)

Opfer eines Betrügers wurde auch eine 95-Jährige aus Ottakring. Unter dem Vorwand, sie behandeln zu müssen, zückte ein Mann einen falschen Samariterbund-Ausweis. Ob ein sexuelles Motiv hinter der Massage steht oder Geld gestohlen wurde, steht noch nicht fest. Anzeige!

Mark Perry, Kronen Zeitung

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