25.08.2020 06:45 |

58.000 Shops zu

Kolumbianer protestieren gegen Corona-Lockdown

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota formiert sich Widerstand gegen die strengen Corona-Maßnahmen des Landes. Die Bürgermeisterin Claudia López erklärte: „Heute werden wir dem Gesundheitsministerium vorschlagen, dass ganz Bogota die Quarantäne an diesem Donnerstag beendet.“ Geschäftsinhaber waren auf die Straße gegangen, um gegen die Schließung vor allem von kleineren Läden zu demonstrieren.

Die strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus sorgen für Unmut in Bogota. Weil sich alle in Acht genommen hätten, sei die Auslastung der Intensivbetten auf 77 Prozent gesunken, erklärte die Bürgermeisterin in einem Tweet.

Shopbesitzer: „Sie töten den Handel“
Kleinunternehmer blockierten indes am Montag einen Teil des Stadtzentrums von Bogota - inklusive des Busverkehrs -, um gegen Corona-Maßnahmen zu protestieren. Sie trugen Plakate mit Slogans wie „Sie töten den Handel“. Rund 58.000 vor allem kleine Läden mussten einem Medienbericht zufolge in Bogotá während der Corona-Pandemie schließen.

Lockdown noch bis Ende des Monats geplant
Mehr als 540.000 Menschen haben sich in Kolumbien mit dem Coronavirus infiziert - die achthöchste Zahl weltweit. Mehr als 17.000 Patienten sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Hauptstadt, das Zentrum der Pandemie in Kolumbien, hatte einige der strengsten Anti-Corona-Maßnahmen in dem südamerikanischen Land verhängt, das sich noch bis Ende des Monats im Lockdown befindet. Die Regierung von Präsident Ivan Duque hat jedoch auch die Wirtschaft weiter geöffnet.

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