14.08.2020 15:00 |

Schutz sei gesichert

Neuplanung der Frauenhäuser ab Sommer 2021

Frauenlandesrätin Andrea Klambauer kündigte im Februar 2020 die internationale Ausschreibung der Frauenhäuser an, die aktuell läuft. Eine ExpertInnenkommission ist involviert. Verbesserungen, nicht Kürzungen seien die Devise. 

Derzeit bekommen die Häuser 1,2 Millionen Euro jährlich Basisförderung. Diese Mittel bleiben auch in der Übergangsphase von sechs Monaten ab Beginn des Jahres 2021 bestehen: Das Haus in Salzburg bekommt 800.000 Euro, für das in Hallein sind 400.000 reserviert. Zu keiner Zeit soll eine schutzbedürftige Frau ohne Betreuung bleiben, versichert Landesrätin Andrea Klambauer heute im „Krone“-Gespräch. „Es ist noch nie eine Frau abgewiesen worden, im Vergleich zu anderen Bundesländern wo Häuser voll sind. Der Schutz soll auch in der Übergangsphase gesichert bleiben.“

Die Bieter der Neuausschreibung reichen derzeit bis Ende September ihre Konzepte ein. Danach beginnt das Verhandlungsverfahren. Experten bewerten dann das beste Konzept im Gewaltschutz. Bis Ende des Jahres soll feststehen, wer zukünftig die Frauenhäuser in Salzburg leiten wird. Die derzeitige Leiterin des Frauenhauses Salzburg Birgit Thaler-Haag und ihre Halleiner Kollegin werden sich nicht bewerben. „Wir können im internationalen Wettbewerb nicht mithalten.“

30 Übergangswohnungen von der Caritas werden im Herbst 2021 als Ort des Schutzes fertiggestellt. Das Frauenhaus Pinzgau - es soll in einer Wohnsiedlung in Saalfelden untergebracht werden - stieß auf viel Kritik, dabei wird es zur Zeit erst geplant und gebaut. Klambauer dazu: "Von Anfang an gab es eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Es muss baulich mehrere Schleusen zum Hineingehen sowie Sicherheitstüren aufweisen. Das haben wir alles erfüllt und damit einen guten Standard erreicht.“ Das Frauenhaus Pinzgau wird voraussichtlich im Mai 2022 bezogen. 

 Salzburg-Krone
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