Werksschließungen

Polytec-Gruppe schnallt den Gürtel enger

Die Polytec-Gruppe hat den Sparstift ausgepackt: Ein auf die Ausstattung von Lkw spezialisiertes Werk in der Türkei schlossen die Hörschinger bereits, bei zwei weiteren im Fahrzeugbereich tätigen Betrieben in Holland und Deutschland gehen heuer ebenfalls die Lichter aus. Dazu steht ein Standort in Deutschland auf der Kippe.

Die Voestalpine verhandelt für die Standorte in der Steiermark einen Sozialplan, weil dort ab September zwischen 500 und 550 Mitarbeiter abgebaut werden sollen. Der von Linz aus agierende Konzern steht aktuell nicht alleine großen Herausforderungen gegenüber. So steht auch Kunststoffverarbeiter Polytec enorm unter Druck.

Vorsichtig optimistisch
Der Umsatz reduzierte sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 320,6 Millionen Euro auf 242,3 Millionen Euro. Nach Steuern fuhren die Hörschinger einen Verlust in Höhe von 8,9 Millionen Euro ein. Das Management ist aufgrund der sich seit Juni schrittweise verbessernden Geschäftsentwicklung für den Verlauf des zweiten Halbjahres vorsichtig optimistisch, heißt es seitens Polytec, wo die Produktion von Logistikboxen für den Lebensmittelhandel in Ebensee selbst in der Phase der Corona-Ausgangsbeschränkungen auf Hochtouren lief.

Kurzarbeit in Hörsching
14 Produktionsanlagen sind dort vollautomatisch im Einsatz. Pro Monat können bis zu eine Million Klappboxen zum Transport von Obst und Gemüse hergestellt werden. In Oberösterreich hat Polytec noch Standorte in Marchtrenk und Hörsching. An Letzterem wird weiterhin das Kurzarbeits-Modell genutzt.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Montag, 21. September 2020
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