Besitzer bedroht

Paulis Entführer verletzte Hund

Für Kater Pauli aus Braunau ist seine Entführung am Wochenende, wie berichtet, gut zu Ende gegangen. Es hätte auch anders kommen können: Der 19-Jährige, der den getigerten Kater gestohlen hat, ist als mutmaßlicher Tierquäler amtsbekannt. Weil er seinen Hund gequält und zu wenig gefüttert hat, steht er demnächst vor Gericht.

„Ich kann bestätigen, dass es einen aufrechten Strafantrag wegen Tierquälerei gibt“, erklärt der Rieder Staatsanwalt Alois Ebner auf „Krone“-Anfrage. Dem jugendlichen Braunauer wird vorgeworfen, seinen Hund mit Fußtritten und Schlägen verletzt und auch zu wenig ernährt zu haben.

Pfotenhilfe-Chefin geschockt
Der erst sechs Monate alte Schäferrüde landete schließlich bei der Pfotenhilfe Lochen. „Ich war schockiert, als mir das gepeinigte Hundekind übergeben wurde“, sagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler, die den jungen Schäferhund Leo getauft hat. „Der Täter muss Leo immer wieder mit einem harten Gegenstand ins Gesicht geschlagen haben. Am Hals hatte er Würgespuren, die Haut war mit blauen Flecken übersät.“

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Als Folge der Misshandlungen musste der Hund sogar an der Hüfte operiert werden. Nur langsam erholt er sich von seinen körperlichen Verletzungen, sagt Stadler: „Noch schlimmer sind seine seelischen Wunden. Ich betreue ihn persönlich rund um die Uhr.“ Am 13. August findet der Prozess gegen Leos Peiniger statt.

Gefährliche Drohung und Nötigung
Im Fall von Kater Pauli, der von seinen Besitzern aus den Fängen des jungen Innviertler gerettet wurde, spielt Tierquälerei keine Rolle. Da droht dem Teenager eine Anklage wegen gefährlicher Drohung und Nötigung, weil er die Eltern der Besitzerin (46) mit einem Küchenmesser bedroht hat.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Dienstag, 11. August 2020
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