23.07.2020 05:55 |

Hoffnung für Handel

Geld vom Staat für durch Corona „verdorbene“ Ware

In der Modebranche mit 7000 Betrieben und 60.000 Mitarbeitern herrscht Erleichterung. Jetzt ist es fix: Der Einkaufswert von unverkäuflichen Kleidern, Sakkos, Hosen etc. kann nach versuchtem Abverkauf mit einem Abschlag von fünf Prozent in die Fixkosten eingerechnet werden. Zuschüsse dafür sind ab 19. August beantragbar.

„Damit bauen wir uns keine goldenen Schlösser. Wir sind dankbar, aber die Rettungsaktion ist auf einem notwendigen Niveau“, versichert der neue WKO-Handelsobmann, Rainer Trefelik, dem das traditionsreiche Modegeschäft Popp & Kretschmer in Wien gehört.

Mode wird in Kollektionen angeboten, die laut Trefelik am Saisonende „verdorben“ sind, da Kunden keine „abgelaufene“ Kleidung kaufen. Eine Zweitverwertung sei fast ausgeschlossen. Der aktuelle Vorteil für Kunden: Händler müssen ihre Ware zuerst um minus 50 Prozent im Sale anbieten, bevor sie als unverkäuflich gelten.

Zu viel Ware vor Corona geordert
Mit und ohne Fixkosten-Zuschuss und neuer Kurzarbeitsvariante steht der Branche ein harter Herbst und Winter mit viel zu viel Ware, die vor Corona geordert wurde, bevor. An die 1000 Geschäfte könnten die enormen Einbußen nicht überleben. Eine neue, generelle Maskenpflicht würde die Umsätze noch weiter nach unten senken. „Außerdem sind Händler nicht die Kindermädchen der Nation“, so Trefelik. Jeder Einzelne müsse Verantwortung übernehmen.

Eva Mühlberger, Kronen Zeitung/krone.at

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