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Wie du Pflanzen und Rasen jetzt richtig düngst
Leicht hatten es Mensch und Pflanze vom Klima her in diesem Jahr wirklich nicht: Einem überaus langen und strengen Winter folgten kühle Regenperioden, die durch eine starke Hitzewelle abgelöst wurden – und dann wurde es auch schon wieder nass und deutlich kühler. Nicht nur für viele Menschen eine starke Belastung, sondern natürlich auch für den Boden und die Vegetation.
Mit einer richtigen Herbstdüngung kann man hier einiges wieder ausgleichen und vor allem die optimalen Grundlagen für die nächste Wachstums- und Blühperiode legen.
Warum überhaupt Herbstdüngung?
Die Natur arbeitet perfekt und führt sich selbst in geschlossenen Kreisläufen das an Nährstoffen zu, was sie in der jeweiligen Jahreszeit braucht. So auch bei uns im Herbst. Ohne menschliche Gestaltungswünsche und das darauf beruhende Eingreifen in die Naturkreisläufe würde sich die Natur im Herbst praktisch von selbst düngen: Herabfallendes Laub und Obst, abgestorbene Pflanzenteile und kleinere Äste liefern der ausgelaugten Erde alles, was sie braucht, um im Frühjahr wieder kräftig und farbenfroh losstarten zu können.
Doch in unseren Gärten wird Obst geerntet, Laub und abgestorbene Pflanzenteile schon aus optischen Gründen entfernt und auch der Rasen nicht nur regelmäßig geschnitten, sondern meist auch dieser Rasenschnitt entsorgt. Ein menschlicher Eingriff bedingt also zwecks Ausgleichs des Naturkreislaufes den nächsten: die Düngung. Auch der perfekte Zeitpunkt für die Herbstdüngung richtet sich daher nach der Natur (Anfang September bis Mitte Oktober).
Die Wahl des richtigen Düngers
Mittlerweile steht in Fachbetrieben, Baumschulen, Baumärkten und sogar Lebensmittelketten eine Unzahl von Düngern zur Verfügung. Doch Dünger ist nicht gleich Dünger. Dazu Gärtner Michael Flaschberger: “Grundsätzlich gibt es die mineralischen und die organischen Dünger. Greift man zu mineralischen Düngern, muss man sich stets bewusst sein, dass hier die Gefahr des Auswaschens den Winter über besteht. Vor allem bei Stickstoff-betonten Düngern – dem Grundwasser wird derart Nitrat zugeführt.“ Zusätzlich, so Flaschberger, treibt der Stickstoff die Pflanzen zum Wachstum an, was allerdings im Herbst vermieden werden soll. Besser bei mineralischen also zu Kali-betonten Düngern greifen, da Kali die Zellwände stärkt und Frostschäden verhindert. Zusätzlich kann Kali besser vom Boden gespeichert werden als Stickstoff. Hauptfehler, die bei der Herbstdüngung mit mineralischen Düngern gemacht werden, sind mögliche Verbrennungen bei falscher Dosierung und zu spätes Düngen. Flaschberger: „Wir empfehlen vor allem organische Dünger, die viele Vorteile bieten, und falsch gemacht werden kann auch nichts.“
Von der Natur für die Natur
Natürliche und chemiefreie organische Dünger kann man entweder selbst herstellen (Kompost) oder im guten Fachhandel erwerben. „Unsere Dünger sind reine organische Dünger, enthalten also keinerlei Chemie, belasten daher auch nicht die Umwelt und sichern Rasen und Pflanzen im Wesentlichen die gleichen Bedingungen wie bei einer Düngung durch die Natur selbst“, so Erhard Wiener, Gebietsleiter Wien, Niederösterreich und Burgenland von „Oscorna“-Naturdünger.
Das Prinzip der organischen Dünger ist daher denkbar einfach – und einleuchtend: Im Herbst wird der Dünger zersetzt, wenn es kälter wird, beenden die Mikroorganismen im Boden ihre Arbeit und ziehen sich in tiefere Bodenebenen zurück. Anders als bei mineralischen Düngern kommt es jedoch zu keiner Auswaschung, der Dünger bleibt liegen. Sobald also die Klimabedingungen stimmen, nehmen die Mikroorganismen ihre Arbeit ganz von selbst wieder auf und versorgen die Pflanzen vom ersten Tag an wieder mit wichtigen Nährstoffen. „Der wichtigste natürliche Helfer für einen guten Boden ist der Regenwurm. Eine alte Faustregel: Du sollst nur in den Boden geben, was dem Regenwurm schmeckt! Und alles, was in unseren organischen Düngern enthalten ist, schmeckt ihm“, so Wiener.
„Oscorna ist mit 75 Jahren Erfahrung der Pionier auf diesem Marktsegment. Wir wissen, dass mit einer organischen Herbstdüngung die Pflanzen früher anfangen zu blühen, kräftiger sind, leuchtendere Farben und intensivere Düfte aufweisen.“
Gesunde Ernährung gegen Fast Food
Warum soll es den Pflanzen anders gehen als uns, und was die Ernährung betrifft, so gelten im Wesentlichen die gleichen Grundsätze: Regelmäßige gesunde Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe im benötigtem Maß zuführt, sorgt für ein starkes Immunsystem, gesundes Wachstum und Rundum-Wohlbefinden. Kurz: Die Pflanzen blühen im wahrsten Sinn des Wortes auf. „Und genau diese Ernährung führen organische Dünger, die sich ja ausschließlich an der Natur orientieren, den Pflanzen zu. Unsere Produkte zielen alle darauf ab, einen gesunden Boden für eine optimale, von den Pflanzen selbst bestimmte Ernährung zu schaffen.“ Freilich, so räumt auch Wiener ein, vertragen auch Pflanzen gelegentliche „Fast-Food-Ausschweifungen“ und - kleinere! - Ausnahmen von der Regel. „Ich vergleiche mineralische Dünger gerne mit Doping für die Pflanzen oder aber auch Fastfood. Und so, wie wir von Zeit zu Zeit unseren Burger genießen, so schätzen auch Pflanzen hie und da einen kräftigen Schuss an Zusatzdünger – aber nicht zu oft. Die Basis macht es aus – und das ist eben eine gesunde und naturgerechte organische Düngung.“







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