17.07.2020 11:05 |

Erinnerungskultur

Heer auf historischem Einsatz am Plöckenpass

Auch heuer unterstützt das Heer den Verein Dolomitenfreunde, setzt die langjährige Zusammenarbeit für die „Aktion Friedenswege“ fort. Um die historische Infrastruktur am Plöckenpass zu erhalten, wurden die Materialseilbahn überprüft sowie Wege und Tafeln erneuert. Dafür hob auch ein Hubschrauber ab.

Vor 47 Jahren entstand der Verein der Dolomitenfreunde um den 2004 verstorbenen Bundesheer-Offizier Walther Schaumann. Dieser hatte 1972 begonnen, am Monte Piano in Südtirol alte Steige aus dem Ersten Weltkrieg wiederherzustellen. Ein Jahr später folgte die Vereinsgründung. 1977 verließen die Dolomitenfreunde die Gegend um den Monte Piano und suchten sich 1983 am Plöckenpass ein neues Betätigungsfeld.

Seither legten Freiwillige Sommer für Sommer auf dem Kleinen Pal österreichische und italienische Stellungen frei und machten so der Öffentlichkeit ein Stück des harten Gebirgskrieges von 1915 bis 1918 ein wenig zugänglicher.

Allein durch den Gründer Schaumann entwickelte sich eine intensive Kooperation der Dolomitenfreunde mit dem Bundesheer – speziell mit in Kärnten und Osttirol stationierten Einheiten wie dem Hochgebirgsjägerbataillon 26 oder den Villacher Pionieren. Im Juli verlegten Soldaten der beiden Einheiten im Rahmen der „Aktion Friedenswege“ auf den Plöckenpass, um einen „historischen Instandhaltungseinsatz“ auszuführen.

Die Trupps waren dabei im steilen Gelände zwischen den alten Stellungen und den Pfaden unterwegs, um die Wege und Tafeln zu erneuern, sowie die Materialseilbahn zu warten. Dabei bekamen sie auch Unterstützung von einer Alouette III, die Material und Gerät auf den Berg transportiert hat.

C. Hofmeister / A. Schwab

 Kärntner Krone
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