Sa, 25. Mai 2019
03.09.2010 20:09

"Tickende Bombe"

Massive Mängel auf Geburtsstation des Wiener AKH?

Unhygienische Kreißsäle, überfordertes Personal, veraltete Geräte – das sind die schweren Vorwürfe von Hebammen gegenüber dem Wiener AKH. Die Geburtshilfe-Abteilung sei eine tickende Bombe, eine Katastrophe vorprogrammiert! Spitals-Chef Prof. Dr. Reinhard Krepler: „Ich werde alles verbessern, was in meiner Macht steht.“

Man kann es sich fast bildlich vorstellen. 19 bodenständige, gutmütige Hebammen, die nur eines möchten: in aller Ruhe Schwangeren bei der Entbindung helfen.

Weil das im AKH angeblich schon lange nicht mehr möglich ist, schlagen sie nun Alarm. „Aus Platzgründen können infektiöse Frauen nicht von gesunden getrennt werden. Das Ansteckungsrisiko ist enorm“, kritisiert auch Sigrid Pilz, Gesundheitssprecherin der Grünen. Auch die medizinischen Geräte, z. B. zur Herzton-Überwachung, sollen veraltet oder sogar ganz kaputt sein.

„Eine Katastrophe ist vorprogrammiert
Immer wieder suchten die 19 Hebammen nach ihren Angaben bei der Krankenhaus-Leitung um Hilfe an, beschrieben die unzumutbare Arbeitssituation. Vergeblich. Ihre Lage ändert sich nicht. „Die Geburtshilfe-Abteilung im AKH ist eine tickende Bombe. Eine Katastrophe quasi vorprogrammiert“, so Anwalt Markus Essl, an den sich schließlich die verzweifelten Hebammen gewandt hatten.

AKH-Chef Krepler hält diese Panik allerdings für übertrieben, erklärt im „Krone-Gespräch: „Ich bin für Verbesserungsvorschläge dankbar. Aber die Hygiene im Kreißsaal ist völlig okay.“

von Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung

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