29.06.2020 18:33 |

Schäden im Südosten

Heftige Unwetter: Dach von Volksschule abgedeckt

Heftige Unwetter haben, wie angekündigt, Montagmittag die Steiermark heimgesucht. 130 Feuerwehren mit mehr als 1100 Personen sind im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Besonders schlimm traf es den Raum Gleisdorf. So wurde das Dach der Volksschule Flöcking abgedeckt, beim Kindergarten brach eine Mauer ein. Gehagelt hat es außerdem in Graz (siehe auch Video oben). Schon am Sonntag verstarb eine Schweizerin nach einem Blitzschlag am Semmering. Auch im Südburgenland kam es zu mehreren Unwetter-Einsätzen.

Entwurzelte Bäume, überflutetet Straßen, abgedeckte Dächer - Unwetter fordern die Einsatzkräfte in der Steiermark. Die Friesacher Straße (B317) musste etwa ab Scheifling in Richtung Perchau am Sattel nach einem Murenabgang gesperrt werden. Auch aus Graz-Andritz wurden uns zwei Murenabgänge gemeldet.

Lage im Bezirk Feldbach
Laut Information der Bereichsalarmzentrale „Florian Feldbach“ sind aktuell 25 Feuerwehren mit 45 Fahrzeugen und 200 Einsatzkräften bei ca. 100 Schadenslagen zur Beseitigung von Unwetterschäden im Einsatz. So müssen sie Pumparbeiten durchführen oder Verklausungen beseitigen. Zu Behinderungen kommt es auch, nachdem Bäume auf Straßen bzw. Stromleitungen gefallen waren.

Dach von Volksschule abgedeckt
Im Bezirk Weiz meldete der Bereichsfeuerwehrverband um 17.00 Uhr 135 Einsätze, 23 Feuerwehren sind ausgerückt. Zentrum der Schäden ist der Bereich um Ludersdorf, Flöcking und Pircha. Bäche sind laut Sprecher Patrick Friedl über die Ufer getreten, Häuser und Straßen überschwemmt, Keller stehen unter Wasser. Bei der Volksschule Flöcking bzw. beim Turnsaal wurde das Dach abgedeckt.

Entwurzelte Bäume fielen auf Straßen und Gebäude. Eine Straßenmeisterei setzte sogar einen Schneepflug ein, um Äste, Laub und Hagel von den Straßen zu bekommen. Auch in den Bezirken Graz-Umgebung, Leibnitz, Hartberg und Südoststeiermark stehen zahlreiche Feuerwehren im Einsatz.

In Graz ging Montagmittag ein starkes Hagelgewitter nieder. Hier ein kurzes Video:

Überflutungen im Südburgenland
Auch im Südburgenland haben am Montagnachmittag heftige Unwetter die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Um etwa 13.50 Uhr ertönten laut Feuerwehrangaben die ersten Sirenen. In Weichselbaum und Mogersdorf kam es durch starken Regen innerhalb kürzester Zeit zu Überflutungen, zahlreiche Keller standen unter Wasser. In Mogersdorf drangen durch den Starkregen die Wassermassen auch durch die Decke in die Ordinationsräume einer Arztpraxis ein.

Die Feuerwehren Maria Bild, Mogersdorf-Ort, Mogersdorf-Berg und Weichselbaum standen mit fünf Fahrzeugen im Einsatz, um Keller auszupumpen, die Fahrbahnen freizumachen und die Arztpraxis vom Wasser zu befreien. Um 16.30 wurden die Einsätze beendet, es gab keine Verletzten.

Eine Tote nach Blitzschlag
Schon am Sonntag ereignete sich eine Tragödie am Semmering. Eine 53-jährige Schweizerin war gegen 15.30 Uhr im steirischen-niederösterreichischen Grenzgebiet in der Nähe des 1523 Meter hohen Sonnwendsteins unterwegs, als der Blitz in ihren Wanderstock einschlug. Die Frau wurde rund 20 Meter über schroffes Gelände geschleudert und starb noch am Berg. Der Notarzt des ÖAMTC-Rettungshubschraubers Christophorus 3 konnte nur noch den Tod der Wanderin feststellen.

Michael Jakl
Michael Jakl
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