28.06.2020 13:00 |

Theater in Krimml

Auf den Spuren der Geschichte wandern

Ab heute lädt das teatro caprile zur fünften Krimmler Theaterwanderung. Die Veranstaltung erinnert an den Exodus von rund 5000 Juden 1947 aus einem Lager in Saalfelden über die Krimmler Tauern. Ziel: Palästina. Regisseur Andreas Kosek erzählt von der Motivation und der Inszenierung des Stücks.

„Ich habe viel in Archiven recherchiert und versucht, einen Eindruck zu bekommen, wie die Stimmung im Pinzgau damals war“, erzählt Kosek. Dieses Wissen möchte er nun vermitteln.

Die Lebensmittel waren 1947 knapp. Es gab die Weisung an die Gendarmerie, die Wanderung zu ignorieren. „Motto: Jeder, der geht, fällt nicht zur Last“, erzählt Kosek.

Zurück in die Gegenwart: Die Veranstaltung dauert rund sieben Stunden. Davon sind drei Stunden reine Wanderzeit. Die Schauspieler bleiben dabei immer in ihren Rollen.

Die basieren auf Biografien, die Kosek ausfindig gemacht hat, sind aber fiktionalisiert. „Wir wissen zum Beispiel, dass eine der Jüdinnen schwanger war. Besonders schön: Ihre Tochter reiste 2017 aus Israel an, um auf den Spuren ihrer Mutter mitzuwandern.“ Kosek übernimmt gleich drei Rollen. „Ich spiele einen Theaterregisseur in Saalfelden. Wenn die Wanderung losgeht, schlüpfe ich in die Rolle eines alten Mannes. Und schließlich spiele ich einen ehemaligen Nazi auf der Flucht.“ 

Termine: 27. und 28. Juni, 3., 4. und 5. Juli. Zusatztermine nach Absprache. 

Christoph Laible
Christoph Laible
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