Betroffenheit groß

Trauer in Puch um Ableben von Urgestein Weidisch

Salzburg
24.01.2026 20:30

Noch im Spätsommer hatte er die zahlreichen Anwesenden mit erstaunlichen Anekdoten aus der 80-jährigen Klubgeschichte erfreut. Knapp fünf Monate später hat „Mister Puch“ Peter Weidisch seine Augen für immer geschlossen. Beim Heimat-Fußballverein entschied man sich zu einer spontanen Gedenkaktion.

Über 60 Jahre hatte Jurist Weidisch in seinem Heimatverein, den Papa Oskar mitgegründet hatte, mitgewirkt. Von 2008 bis ‘21 trat er selbst als Obmann in dessen Fußstapfen. Und sorgte damit für bemerkenswerte Kontinuität. Wie das Gemälde im Bild von Weidisch-Enkel Tobias Suppik zeigt, hatte der ehemalige Zweitligist – heute in der Salzburger Liga vertreten – in 76 Jahren lediglich drei Oberhäupter. In der Nacht auf Freitag schied Weidisch junior im Alter von 75 Jahren aus dem Leben.

Peter Weidisch war immer am Ball, hier zu Zweitliga-Zeiten in den 1990er Jahren.
Peter Weidisch war immer am Ball, hier zu Zweitliga-Zeiten in den 1990er Jahren.(Bild: Daniel Krug)

Kerze und Bild am Stammplatz
Puch-Obmann Manfred Kolle-Wallner zeigte sich erschüttert: „Mitglieder hatten bis zuletzt Kontakt mit ihm. Noch zu Weihnachten hatte er gemeint, dass es ihm wieder besser gehe. Es war für uns alle sehr unerwartet.“ Als Reaktion versammelte sich spontan eine Abordnung des Klubs im heimischen Waldstadion. „Wir haben an seinem Stammplatz Kerze und Bild aufgestellt und uns schöne Anekdoten erzählt“, schildert Kolle-Wallner.

Weidisch engagierte sich in der Salzburger Fußballszene vielseitig, etwa auch im Verband oder informell bei der alten Austria. Seinen großen Erfahrungsschatz gab er als Zeitzeuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg großzügig weiter. „Auch beim Jubiläum hat er Geschichten vom Flüchtlingslager erzählt, das neben der heutigen Anlage stand. Das wusste ja alles niemand mehr“, sagt Kolle-Wallner.

Ganz ohne Weidisch geht es nicht
Die Ära Weidisch endet damit in der Tennengauer Gemeinde aber nicht. „Wir sind froh, dass sich sein Enkel Tobias Suppik entschieden hat, zu uns zurückzuwechseln“, verrät der Obmann. Denn ein FC Puch ohne Mitwirken der Familie Weidisch ist auch nach 80 Jahren Klubhistorie kaum vorstellbar.

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