27.06.2020 08:00 |

Dringlichkeitsantrag

Neos fordern zum Thema Wolf eine Volksbefragung

Das Thema Wolf polarisiert. Nicht nur in Tirol. Meldungen über Wolfsichtungen und gerissene Schafe verunsichern die Menschen im Land und erzeugen Angst. Die Tiroler Neos fordern daher im kommenden Landtag Info-Veranstaltungen in allen Bezirken und eine Volksbefragung zu diesem Thema. LA Andreas Leitgeb bringt einen Dringlichkeitsantrag dazu ein.

„Akzeptieren Sie den Wolf als heimische Tierart in Tirol?“ So oder so ähnlich könnte die Volksbefragung formuliert werden, die von den Neos gefordert wird. Im selben Atemzug fordern die Pinken aber auch eine umfassende Aufklärung der Tiroler Bevölkerung. „Es braucht umfassende Öffentlichkeitsarbeit, um Vertrauen in die Maßnahmen zu schaffen und Ängste abzubauen“, fordert Leitgeb. Die Bevölkerung soll aktuell, sachlich und unvoreingenommen über den Wolf informiert werden. Die Vorfälle in Tirol würden nämlich einen deutlichen Handlungsbedarf aufzeigen.

„Die Info-Veranstaltungen müssen deshalb bereits bis zum Almabtrieb 2020 stattgefunden haben“, fordert der Neos-Abgeordnete. Erfahrungen in skandinavischen Ländern haben gezeigt, dass sich im Falle des Auftretens von Wölfen Informationsveranstaltungen, die sich an die lokale Bevölkerung richten, bewährt haben. Solche Veranstaltungen seien deutlich effektiver als große Foren mit Vertretern von Interessensgruppen und Politik.

„Rudelbildung in Tirol muss verhindert werden
Eine klare Meinung zum Thema Wolf (und auch Bär) hat der Tiroler Seniorenbund, mit 25.000 Mitgliedern der größte ÖVP-Bund im Land. „Zum Glück kam es bis jetzt zu keiner unliebsamen Begegnung zwischen Wolf und Mensch. Die Unsicherheit für alle ist groß und steigt mit jedem neuen Vorfall. Der Wolf scheut nämlich nicht die Nähe zum Menschen und bewohnten Gebieten, wie Erfahrungen aufzeigen. Daher muss der Wolf unbedingt von der Liste der streng geschützten Tiere in der EU genommen werden“, erklärt Landesobfrau Patrizia Zoller-Frischauf.

Für sie passt der Wolf nicht zu uns und es muss auch möglich sein, ihn zu jagen, denn es soll auf keinen Fall zu einer Rudelbildung in Tirol kommen. „Unsere Familien, Senioren und Gäste sollen sich in unserer schönen Natur nicht ängstigen müssen“, erklärt Zoller-Frischauf weiter. Hinzu komme noch das massive Problem für die Landwirtschaft.

Markus Gassler
Markus Gassler
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