Beim Re-Start

Premier League begann mit Anti-Rassismus-Botschaft

Die englische Fußball-Premier-League ist mit emotionalen Bildern und einer klaren Anti-Rassismus-Botschaft auf den Rasen zurückgekehrt. „Weiße Menschen sollten sich dafür entschuldigen, wie wir schwarze Menschen seit über 400 Jahren behandeln“, sagte Star-Trainer Josep Guardiola nach dem 3:0 seines Teams Manchester City gegen Arsenal am Mittwoch.

Beim Restart der finanzkräftigsten Fußball-Liga des Globus waren Spieler und Trainer aller vier am Mittwoch spielenden Teams vor dem Anpfiff auf die Knie gegangen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Die Spieler trugen auf ihren Trikots statt ihres Namens den Schriftzug „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen).

Tausend Millionen Nachrichten
„Botschaften wie diese sind gut, denn wir müssen kämpfen. Alles, was wir tun können, um klarzumachen, dass das nicht akzeptabel ist“, betonte Guardiola. „Wir sollten tausend Millionen Nachrichten an die schwarzen Menschen schicken.“ Der frühere Trainer von Barcelona und Bayern München meinte, er fühle sich „beschämt“ angesichts der Diskriminierung schwarzer Menschen „nicht nur in Amerika“, das Problem sei allgegenwärtig. „Wie kommen die Leute darauf, dass sie anders sind, nur weil man mit einer anderen Hautfarbe geboren ist?“

Sterling: Massiver Schritt
Der schwarze City-Stürmer Raheem Sterling, der das erste Tor nach über 100 Tagen Coronapause erzielte, sah in den Anti-Rassismus-Aktionen vom Mittwoch einen „massiven Schritt“, es zeige, dass man „in die richtige Richtung“ gehe. „Nach und nach sehen wir Veränderungen.“

Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis (USA) ums Leben gekommen war, gibt es weltweit Proteste und Aktionen gegen Rassismus. „Nur durch Protestieren wird sich dieses Land nicht verändern“, hatte Sterling aber zuletzt bereits gesagt. „Es geht nicht nur darum niederzuknien, sondern auch den Menschen die Chance zu geben, die sie verdienen.“

Niemand als Trainer
Dies betreffe seine Branche ebenso wie andere Gesellschaftsbereiche. „Es gibt so um die 500 Spieler in der Premier League, und ein Drittel davon ist schwarz. Aber wir haben niemanden, der uns in der Hierarchie repräsentiert, niemanden von uns im Trainerteam“, sagte Sterling. Es sei nun an der Zeit, „Änderungen umzusetzen und die gleichen Chancen zu geben, nicht nur schwarzen Trainern, sondern unterschiedlichen Ethnien.“

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 07. Juli 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.