16.06.2020 06:29 |

Betreuer deckten auf

Missbrauch: Täter und Opfer lebten in selbem Heim

Neue Details gibt es zu jenem 30-jährigen Oberkärntner, der im Verdacht steht, ein elfjähriges Mädchen schwer sexuell missbraucht zu haben. Wie bekannt geworden ist, haben der mutmaßliche Täter (er ist geistig beeinträchtigt) und das Opfer im selben Heim gewohnt. Durch die Betreuer wurde der Fall ins Rollen gebracht.

Am Freitag hatten für den 30-Jährigen in der Betreuungseinrichtung die Handschellen geklickt. Auf die Schliche gekommen war man dem geistig beeinträchtigen Mann zuvor bei einem Betreuungsgespräch: „Er hatte dabei Bilder von seinem Handy gezeigt, dabei entdeckte man Fotos, die auf Kinderpornografie hindeuteten“, so Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die die Ermittlungen übernommen hat.

Erschütternde Details kamen bisher ans Tageslicht: Demnach soll der Mann ein elfjähriges Mädchen zu sich gelockt und missbraucht haben (wir berichteten). Kitz: „Das Mädchen wohnte in derselben Einrichtung.“ Jetzt wird gegen den 30-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und Besitz von kinderpornografischem Material ermittelt. Weitere Opfer soll es neben dem Mädchen nicht gegeben haben.

Es laufen aber noch die Ermittlungen und Auswertungen der gesicherten Datenträger. Auch das Opfer wird noch befragt. Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft. „Er selbst hat sich bisher übrigens noch nicht zu den Vorwürfen geäußert“, so Kitz.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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