11.06.2020 06:00 |

Horrortrip auf Ibiza

Strache: „Wörter, die ich normal nicht verwende“

Es muss ein anderer Heinz-Christian Strache gewesen sein, der da in diesem Video zu sehen ist. Einer, dem Drogen verabreicht wurden: Der Ex-FPÖ-Chef verteidigt sich im „Krone“-TV-Interview einmal mehr gegen die schweren Vorwürfe seit Ibiza- und Spesenaffäre.

Auf die schonungslose Frage von Moderator Gerhard Koller, ob er eigentlich noch immer gerne die „Krone“ kaufen würde, wirft Strache gleich zu Beginn ein, dass er an besagtem Abend auf Ibiza nicht nüchtern und vermutlich unter Drogen gestanden und dass der Gesprächsverlauf ohnehin völlig absurd gewesen sei.

„Ich konnte die ,Krone‘ nicht kaufen“
„Ich konnte die ‚Krone‘ nicht kaufen, also so gesehen absurd“, sagt Strache. Vielmehr habe die „Dame“ (die vermeintliche Oligarchennichte) angegeben, Anteile kaufen zu wollen - darauf habe sich dann „dieses eigenartige Gespräch aufgebaut“.

Auf Kritik von zahlreichen Seiten, dass in dem Video aber nichts auf einen Rauschzustand hindeute, pocht Strache darauf, dass ihm vermutlich „Liquid Ecstasy“ oder „flüssiges Kokain“ versetzt worden sei, die einen solch überschwänglichen Zustand forcieren würden. Einen „Machtrausch“ will er aber nicht zugeben.

Vielmehr sei es gar ein Verdienst von ihm gewesen, dass er sich trotz dieser Menge an Drogen im Körper „nicht korrumpierbar“ gezeigt habe. Er habe „trotz dieser Zustände all dem standgehalten“, versucht der Ex-Vizekanzler sogar den Spieß umzudrehen.

„Verwende Wörter, die ich normalerweise nicht verwende“
Auf dem gesamten Videomitschnitt seien außerdem sicher noch einige peinliche Situationen zu sehen, etwa „unsägliche Gerüchte, die ich über andere verbreitet habe“. „Da verwende ich Wörter, die ich normalerweise nicht verwende“, sieht Strache ein weiteres Indiz für seinen manipulierten Zustand.

Auch in Bezug auf seine zum Teil abenteuerlichen Spesenabrechungen an die Partei sieht er letztlich kein Problem. Alles sei im Nachhinein privat bezahlt worden. „Da wollen einige den HC Strache in die Knie zwingen - das wird ihnen aber nicht gelingen.“ Ein ehemaliger Sicherheitsmann von ihm sei es gewesen, der schon vor Jahren über die „Vernichtung des HC Strache“ gesprochen habe. Sowohl hinter Ibiza als auch hinter den Spesenvorwürfen stehe ein kriminelles Netzwerk.

„Ohne Armutsgelübde für den kleinen Mann“
Reue scheint er keine zu empfinden, vielmehr zeigt sich Strache ziemlich angriffslustig. Überhaupt sei er der Einzige gewesen, der auf Ibiza zu Schaden kam, will sich auch in den Konsequenzen „hochkorrekt verhalten“ haben und deshalb jetzt bei der Wien-Wahl für eine „Überraschung“ sorgen. Man könne schließlich auch für den „kleinen Mann“ da sein, ohne ein Armutsgelübde abgelegt zu haben …

Wenn Sie wissen möchten, was der ehemalige Vizekanzler noch über „verdrehte Vorwürfe“ zu sagen hat, was er von seinen Ex-Weggefährten Johann Gudenus und Herbert Kickl oder über die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung denkt - Sie erfahren es im Video oben.

Martin Kallinger
Martin Kallinger
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