08.06.2020 15:13 |

Tabuthema Kinderwunsch

Firma ermöglicht künstliche Befruchtung auf Kredit

Immer mehr Menschen treffen die Entscheidung, Kinder zu bekommen, immer später und stoßen damit an die Grenzen des natürlich Möglichen. Die Wissenschaft kann Abhilfe schaffen, doch das kann teuer werden. Die junge Wienerin Caroline Mitterdorfer hat jetzt ein Unternehmen gegründet, das sich auf die Finanzierung künstlicher Befruchtungen und ähnlicher medizinischer Behandlungen spezialisiert. Wie das funktioniert, erklärt sie krone.tv-Moderatorin Damita Pressl im Video-Talk.

Wer einen Kinderwunsch hegt, auf natürliche Weise aber nicht zeugen kann, hat neben der psychischen Belastung auch oft mit finanziellem Druck zu kämpfen. Denn künstliche Befruchtung ist teuer und öffentliche Krankenkassen springen nur bedingt ein. Ein Konsumkredit, wie Banken ihn für Autos oder Möbel hergeben, ist für medizinische Leistungen nicht so einfach zu bekommen. Außerdem, erklärt Mitterdorfer, „will niemand dem Hausbankberater seine Unfruchtbarkeit erklären“. Das sei nach wie vor „ein irrsinniges Tabuthema“. Somit hätten Kinderwunschkliniken immer wieder das Problem, dass Patientinnen einfach abspringen, weil die Behandlungen nicht mehr leistbar sind. In den allermeisten Fällen braucht es mehrere Versuche bis zu einer Schwangerschaft. 

„Jeder hat Chance auf Fruchtbarkeit verdient“
Die 29-Jährige hat Leila Fertility gegründet und arbeitet nun mit einer Partnerbank zusammen, um ihren Kunden zinsgünstige Finanzierung für künstliche Befruchtung oder auch für das Einfrieren von Eizellen anzubieten. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland und sieht sich europaweit als Vorreiter. Es ist vollständig digital und nimmt auch eine nachsichtigere Kreditwürdigkeitsprüfung vor. Mitterdorfer hofft in neun Monaten auf die ersten „Leila-Babys“ und langfristig auf eine Enttabuisierung von Unfruchtbarkeit.

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