03.06.2020 06:25 |

Zigarette als Ursache?

Waldbrände hielten Tiroler Feuerwehren auf Trab

Die Trockenheit in Kombination mit der Sonneneinstrahlung der vergangenen Tage war die Grundlage für zwei weitere Waldbrände in Tirol - diesmal zwischen dem Heiterwanger See und Plansee (Bez. Reutte) sowie oberhalb von Vomp (Bez. Schwaz). Die Einsatzkräfte im Außerfern hatten auch mit dem abschüssigen Gelände zu kämpfen, wo das Feuer ausbrach.

Bei der Feuerwehr Heiterwang langte am Abend des Pfingstmontag gegen 19.45 Uhr Alarm ein. Oberhalb des Verbindungskanals zwischen dem Heiterwanger See und dem Plansee brannte eine rund ein Hektar große Waldfläche. „Wir rückten mit 30 Mann aus“, informiert Arnold Klotz von der Feuerwehr Heiterwang.

Feuer im abschüssigen Gelände
Da das Feuer in steilem, felsdurchsetztem und abschüssigem Gelände in rund 1500 Meter Höhe loderte, benötigten die Florianijünger Unterstützung aus der Luft. So wurden der Polizeihubschrauber Libelle und ein Löschhubschrauber der Heli Tirol angefordert. Die Libelle brachte die Florianijünger ins Brandgebiet und bekämpfte das Feuer mit Löschflügen mit Wasser aus dem Heiterwanger See. Bei Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz allerdings bis Dienstagmorgens unterbrochen werden.

„Am Dienstag war es notwendig, Glutnester zu löschen“, sagt Arnold Klotz. Das Feuer hatte sich stark in den Boden gefressen, deshalb musste der Boden händisch umgegraben werden. Die Bergrettung Reutte sicherte die Florianijünger in dem gefährlichen Gelände. Um 11.10 Uhr hieß es schließlich Brand aus.

Die Brandursache ist noch offen. Allerdings liegt es nahe, dass die weggeworfene Zigarette eines Wanderers das Feuer verursacht hat. Durch das Gebiet führt der „Grätlesteig“.

Wasser mit Tankwagen
Fast gleichzeitig war in einem Waldstück oberhalb der Gaisberg-Siedlung in Vomp auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern aus unbekannten Gründen ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr Vomp rückte mit insgesamt rund 60 Mann aus. „Wir konnten fast bis zur Brandstelle im Bachtal fahren. Ein Tankfahrzeug der FW Schwaz brachte ausreichend Löschwasser“, informiert Kommandant Andreas Kröll. Schon nach eineinhalb Stunden war dann „Brand aus“.

„Waldbrände sind fast ein Ganzjahresthema geworden“, meint Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl. In trockenen Wetterphasen würden das viele Altholz und die herumliegenden Äste Gefahren bedeuten. „Da braucht es nicht viel für ein Feuer“, sagt Hölzl.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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