25.05.2020 02:24 |

Länder „verwundbar“

Experten warnen vor Anschlägen mit Biowaffen

Terrorexperten des Europarats warnen vor einer wachsenden Gefahr von Anschlägen mit Biowaffen nach der Corona-Krise. Die Pandemie habe gezeigt, wie „verwundbar“ moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen seien. Extremistische Gruppen würden diese Lektion aus der Pandemie nicht vergessen. 

Der Einsatz eines Krankheitserregers oder anderen biologischen Wirkstoffs durch Extremisten könne „sich als äußerst wirksam erweisen“, warnen die Experten laut der deutschen Funke Mediengruppe. Es sei mit einem weitaus größeren Schaden für Menschen und Wirtschaft zu rechnen als bei „traditionellen“ Anschlägen. Gesellschaften würden über längere Zeiträume gelähmt, Angst verbreitet und Misstrauen weit über die unmittelbar betroffenen Gemeinschaften hinaus gesät.

Gemeinsames Überwachungssystem „notwendig“
Einige extremistische Gruppen hätten bereits mit Bioterrorismus experimentiert, heißt es nach Angaben der Funke-Blätter außerdem in der Analyse des Europarat-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Alle Staaten seien für mögliche derartige Anschläge anfällig: „Der Schaden ist schnell und potenziell global.“ Die Experten fordern dem Zeitungsbericht zufolge eine verstärkte und koordinierte Antwort der europäischen Staaten auf diese Bedrohung. Notwendig sei ein gemeinsames Überwachungssystem, das verdächtige Fälle aufdecken könne.

Deutsche Sicherheitsbehörden haben laut den Funke-Zeitungen bisher aber keine Hinweise auf Vorbereitungen für Anschläge mit Biowaffen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz teilte diesen Blättern auf Anfrage mit, bisher seien in Deutschland „keine konkreten oder abstrakten Tatplanungen“ oder „ernsthafte Ideen oder Gedankenspiele zu bioterroristischen Aktivitäten“ festgestellt worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).