14.05.2020 09:00 |

Alleine in Salzburg

Schon über 100.000 Menschen in der Kurzarbeit

Die Virus-Krise beutelt den Salzburger Arbeitsmarkt mit voller Härte: Am Mittwoch waren erstmals über 100.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet, gut 31.000 hatten gar keinen Job mehr. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) will dennoch keine neuen Hilfspakete. „Wir bleiben beim eingeschlagenen Weg“.

Diese Zahlen sorgten längst nicht nur bei AMS-Chefin Jacqueline Beyer für Schnappatmung: Mit Stand Mittwochnachmittag haben exakt 8846 Betriebe für 101.153 ihrer Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet – und damit erstmals die Hunderttausender Marke durchbrochen. Die Hälfte der 260.000 Salzburger Erwerbstätigen und ihre Arbeitgeber sind hart getroffen. Rund 31.000 Menschen haben gar keinen Job mehr.

Während Arbeiterkammerpräsident Peter Eder von einer „drastischen Krise“ spricht und ein 450 Millionen schweres Drei-Jahres-Konjunkturpaket des Landes fordert, um 10.000 neue Jobs zu schaffen, sieht man im Chiemseehof die Lage scheinbar gelassener. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) will trotz der Lage keine neuen Maßnahmen setzen.

Trotzdem kein neues Konjunktur -Paket
„Wir investieren weiter in die Beschäftigung. So kurbeln wir die Wirtschaft an, indem wir unsere Projekte und Investitionen trotz Krise durchziehen, wie den Bau des Landesdienstleitungszentrums“, lässt Haslauer ausrichten. Wie hoch das Investitionsvolumen heuer ist, wisse man aber nicht. Vom ÖVP-Juniorpartner, den Grünen, heißt es knapp: „Festhalten an den Investitionen ist gut. Besser wäre noch, mehr zu investieren und vor allem ökologische Dinge zu fördern“, sagt Josef Scheinast.

Die SPÖ findet wenig Gefallen daran: „Investieren ist wichtig. Aber es ist an der Zeit, dass das Land konkreter wird und auch eigene Förderungen angeht. Und sich nicht nur um den Tourismus kümmert, sondern auch Kleinunternehmern hilft“, so Roland Meisl.

 Salzburg-Krone
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