14.05.2020 06:00 |

Haus umstellt

Waffennarr aus Österreich in Ungarn verhaftet

Spektakuläre Szene in der 500-Seelen-Gemeinde Feherto nahe Györ in Ungarn: Schwerst bewaffnet rollte die ungarische Anti-Terror-Einheit frühmorgens an und verhaftete einen Österreicher. Dessen Freundin hatte aus Angst um ihr Leben bei den Behörden Alarm geschlagen. Der Verdächtige (56) hortete ein illegales Waffenarsenal.

Die Beamten trauten Montagfrüh ihren Augen kaum, als eine Frau im Gemeindeamt auftauchte: völlig verängstigt - und mit mehreren Schusswaffen im Kofferraum ihres Wagens! Sie habe Angst um ihr Leben - ihr Partner habe sie mit dem Umbringen bedroht. Woraufhin sie sich unbemerkt einige Waffen aus der Sammlung ihres Freundes schnappte, aus dem Haus flüchtete und in ihr Auto stieg.

Anti-Terror-Einheit umstellt Haus
Die Gemeindebediensteten zögerten keine Sekunde und alarmierten die Einsatzkräfte. Diese stuften die Lage aufgrund der Zeugenaussagen als sehr ernst ein: Denn nur wenig später rückte bereits die ungarische Anti-Terror-Spezialeinheit mit rund einem Dutzend schwer bewaffneter Männer an und umstellte das kleine Haus in Feherto. Der verdächtige Österreicher sei überrumpelt gewesen und habe sich widerstandslos verhaften lassen, wie die Polizei berichtet. Doch damit war die Arbeit für die Beamten vor Ort noch nicht erledigt.

Berge an Munition bei Razzia beschlagnahmt
Denn die paar vom mutmaßlichen Opfer bereits aus dem Verkehr gezogenen Gewehre des 56-jährigen Verdächtigen (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) waren nur ein kleiner Auszug aus dessen reichhaltigem, illegalem Besitz an Schusswaffen. Mehrere Dutzend stellte die Polizei sicher. Wie auch insgesamt 1700 Stück Munition. Dem Österreicher stehen wohl intensive Befragungen bevor.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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