11.05.2020 13:57 |

Experiment enthüllt:

So schnell können sich Viren am Buffet ausbreiten

Wenn Sie dieses Video sehen, könnte es passieren, dass Sie nie wieder unbeschwert ein Essen von einem Buffet genießen können: Der japanische TV-Sender NHK führte ein Experiment durch, in dem die Verbreitung von Viren mittels einer fluoreszierenden Farbe dargestellt wurde. Die unsichtbare Flüssigkeit wurde auf der Hand eines Teilnehmers aufgetragen, anschließend holten sich die zehn Probanden die Speisen und aßen. Im Speziallicht zeigte sich anschließend: Das simulierte Virus konnte sich innerhalb kürzester Zeit auch auf den Händen, dem Besteck und den Tellern aller anderen Teilnehmer ausbreiten.

Viren tun sich bekanntlich besonders leicht, einen neuen Wirt zu finden, wenn sich Menschen auf engstem Raum befinden und keine Schutzvorkehrungen treffen - das zeigte sich auch an der Tatsache, dass in der Corona-Pandemie viele Kreuzfahrtschiffe wegen positiver Fälle unter Quarantäne gestellt wurden und man bangen musste, überhaupt einen Hafen zu finden, wo man anlegen darf.

Drei Teilnehmer hatten „Virus“ nach 30 Minuten auch im Gesicht
Der staatliche Fernsehsender NHK hat daher eine typische Szene auf einem dieser riesigen schwimmenden Hotels dargestellt, in denen das Essen ja zumeist in Form eines Buffets angeboten wird. Unter dem Beisein von Epidemie-Experten wurde eine Theke mit Essen aufgestellt, ein paar Tische platziert, dann bekam einer der Teilnehmer etwas fluoreszierende Flüssigkeit auf die Handfläche - so, als hätte er fälschlicherweise in die Hand gehustet, anstatt wie empfohlen in die Armbeuge.

Nach einer halben Stunde waren die Probanden satt - und hatten ebenfalls Spuren der Flüssigkeit an den Händen, wie die Ausleuchtung mit Speziallicht enthüllte. Doch nicht nur dort: Auch an den Behältern für die Speisen, an Griffen und am Besteck leuchtete die Farbe hervor. Drei der Teilnehmer hatten sie sogar schon im Gesicht verteilt.

Besondere Vorsicht bei „High-Touch-Oberfläche“ geboten
Professor Hiroyuki Kunishima von der St. Marianna University School of Medicine in Kawasaki erklärte nach dem Experiment: „Eine Fläche, die von einer unbestimmten Anzahl von Menschen berührt werden kann, wird als ,High-Touch-Oberfläche‘ bezeichnet, die eine Gefahr birgt.“ Vollkommen meiden müsse man Buffets trotz dieser Erkenntnis jedoch nicht. Man könne die Ansteckungsgefahr vermindern, wenn man das Geschirr häufig auswechsle und natürlich auch auf Handhygiene achte.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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