03.04.2020 02:19 |

In Florida-Hafen

Passagiere in Lebensgefahr: Zaandam durfte anlegen

Die Ungewissheit für die Passagiere ist vorüber: Das vom Coronavirus betroffene Kreuzfahrtschiff Zaandam und sein Schwesterschiff Rotterdam durften am Donnerstag in den Hafen von Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida einlaufen und anlegen. Die Passagiere sollen nun von der Stadt nahe Miami aus ausgeflogen werden - sofern sie gesund sind. Kranke werden auf dem Schiff isoliert, ein paar wenige Infizierte müssten in Spitälern behandelt werden. Vier Personen waren während der Odyssee gestorben, wie es am Montag geheißen hatte.

Nach Angaben der Reederei Holland America Line - die sowohl die Zaandam als auch die Rotterdam betreibt - hatten auf beiden Schiffen insgesamt mehr als 230 Passagiere und Besatzungsmitglieder seit dem 22. März grippeähnliche Symptome entwickelt. Auf der Zaandam wurden mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet. Laut der Reederei waren bis Montag vier Passagiere gestorben, andere befänden sich in Lebensgefahr. 

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte noch am Montag gesagt, dass man die Passagiere nicht aufnehmen wolle. Am Mittwoch schaltete sich schließlich US-Präsident Donald Trump in das Tauziehen ein: „Ich werde tun, was das Richtige ist - nicht nur für uns, sondern für die Menschlichkeit. Denn es gibt Menschen, die auf dem Schiff sterben oder zumindest sehr krank sind.“ Beide Schiffe hatten zusammen rund 2500 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, darunter laut Reederei 311 US-Bürger, 52 von ihnen aus Florida.

Crews bleiben an Bord, einzelne Passagerie müssen ins Spital
45 Passagiere, die krank und nicht reisefähig seien, bleiben nun an Bord und werden dort bis zu ihrer Erholung isoliert. Einzelne Personen, geschätzt weniger als zehn, bräuchten jedoch dringend medizinische Betreuung an Land, hieß es von der Reederei. Rund 1200 Passagiere ohne Symptome könnten unter den nötigen Schutzvorkehrungen die Heimreise antreten. Die Reederei teilte weiters mit, keines der Besatzungsmitglieder beider Schiffe werde von Bord gehen.

Gesunde Passagiere sollen sofort zum Flughafen gebracht werden
Bürgermeister Dean Trantalis erklärte, vereinbart seien diverse Schutzvorkehrungen, damit Infizierte nicht mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kämen. Die Mehrzahl der Passagiere, die nicht krank sei und keine Symptome habe, solle mit Bussen direkt zu Flugzeugen gebracht werden, um Fort Lauderdale zu verlassen.

Mit der Ankunft in dem Hafen in Florida wird eine längere Irrfahrt enden: Die Zaandam war am 7. März in Buenos Aires ausgelaufen. Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus war der Reiseverlauf komplett durcheinandergeraten. Mehrere lateinamerikanische Länder hatten der Zaandam die Erlaubnis verweigert, in ihre Häfen einzulaufen.

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