10.05.2020 10:00 |

Zwei Szenarien möglich

Strengen Notfall-Plan für kranke Kinder erstellt

In Hinblick auf die Wiedereröffnung von Schulen und Kindergärten hat das Ministerium eine präzise Alarmkette erarbeitet, was beim Auftauchen eines Corona-Verdachtsfalles für alle Betroffenen zu tun ist. Der steirische Landesschularzt Günter Polt betont, dass es jetzt besonders wichtig sei, nur völlig gesunde Kinder in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu geben. Die Schließung von Schulen ist jederzeit möglich. 

Halsschmerzen und Husten bei Kindern - für Eltern eigentlich nichts Ungewöhnliches. Nicht so in Zeiten von Corona: „Mit diesen Symptomen zählt ein Kind nach den aktuellen Testkriterien bereits zu den Verdachtsfällen“, weiß Katharina Fuiss-Sölkner vom Grazer Ärztenotdienst.

Schnupfen Grund fürs Zuhausebleiben
Deshalb sei es vor allem jetzt, wenn Krippen, Kindergärten und Schulen wieder aufmachen, oberstes Gebot, den Nachwuchs schon bei geringsten Beschwerden zuhause zu lassen: „Das sollte im Grunde immer gelten, aber nun ganz besonders“, sagt der steirische Landesschularzt Günter Polt. „Am besten, man nimmt mit seinem Kinder- oder Hausarzt telefonisch Kontakt auf und lässt sich beraten“, so der Experte. Und er betont: „Keinesfalls mit Kindern, bei denen der Verdacht auf eine Infektion besteht, gleich einmal ins Spital oder zum Arzt gehen - und das vielleicht sogar noch mit den Öffis.“

Zwei Szenarien möglich
Für die Schulen selbst wurde in Hinblick auf deren Öffnung längst ein strenges Regelwerk erstellt: „Unterschieden wird zwischen zwei Szenarien, nämlich ob der Verdachtsfall innerhalb der Schule auftritt oder der Patient nur gemeldet wird“, erklärt Polt und verweist auf die Homepage des Bildungsministeriums, wo sämtliche Details nachzulesen sind.

Enger Raum, der gut zu lüften ist
Bei ersterer Variante ist der Schüler „sofort in einem engen Raum unterzubringen“, bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals „darf niemand das Schulgebäude verlassen“. Bei der zweiten Variante sollen Eltern „unverzüglich 1450 wählen“.

Mühsame Suche nach Kontakten
Wird letztendlich tatsächlich eine Corona-Infektion bestätigt, muss die Schule geschlossen werden. Die Schulleitung hat dann anhand von Klassenlisten zu überprüfen, mit wem der Patient zuvor Kontakt hatte...

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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