07.05.2020 09:34 |

Dramatische Szenen

Zahlreiche Tote bei Giftgasunfall in Indien

In Indien sind wegen eines Gaslecks in einer Plastikfabrik mindestens neun Menschen, unter ihnen ein Kind, ums Leben gekommen. Weitere 300 Personen mussten mit Atembeschwerden und Augenproblemen in Spitäler gebracht werden. Rund 1500 Anrainer wurden zudem aus ihren Häusern und Wohnungen evakuiert.

Zu dem Unglück kam es in der Nacht auf Donnerstag in einem Dorf in der Nähe von Visakhapatnam im Süden des Landes. Die Behörden forderten die Anrainer per Twitter auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Zahlreiche Menschen mussten mit Augenreizungen und Atemschwierigkeiten ins Krankenhaus gebracht worden.

Dramatische Szenen auf den Straßen
Betroffen ist das Gebiet im Umkreis von drei Kilometern um die Fabrik. Bilder zeigten Dutzende Menschen auf den Straßen, teils trugen sie andere Menschen. Die Fabrik gehört zur koreanischen Firma LG Polymers. Sie stellte Plastik her, das für Konsumgüter wie Spielsachen verwendet wurde.

Gasleck unter Kontrolle
Das Leck ist unter Kontrolle gebracht worden, derzeit würden die Ursachen des Vorfalls und die genauen Schäden geprüft. Der Polizeipräsident von Visakhapatnam erklärte, Styrol sei in den frühen Morgenstunden aus der Anlage ausgetreten, als die Familien in den umliegenden Dörfern noch schliefen. Das Werk sei erst in den vergangenen Tagen wiedereröffnet worden, nachdem Indien eine landesweite Sperre im Zuge der Coronavirus-Pandemie gelockert hatte.

1984 starben in Bhopal mindestens 25.000 Menschen
In Indien kommt es immer wieder zu Todesfällen durch Gaslecks. Meistens sind sie darauf zurückzuführen, dass Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden. 2014 waren bei einem Gasaustritt im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh sechs Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt Bhopal war es 1984 zum bisher schwersten Industrieunglück weltweit gekommen, als mindestens 25.000 Menschen durch den Austritt von giftigem Gas getötet wurden.

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