05.05.2020 12:40 |

Proteste in Berlin

Polizist soll TV-Mitarbeiterin angegriffen haben

Die Berliner Polizei ermittelt gegen einen Kollegen wegen des Verdachts, am 1. Mai einer Mitarbeiterin eines Fernsehteams ins Gesicht geschlagen und sie dabei verletzt zu haben. Eine Polizeisprecherin in der deutschen Hauptstadt äußerte sich am Dienstag zunächst nicht zu Erkenntnissen zum Verdacht der Körperverletzung im Amt und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Laut dem Fernsehsender Rundfunk Berlin-Brandenburg („rbb24“) war die attackierte Journalistin Teil eines Fernsehteams, das zuvor eine Festnahme gefilmt hatte. Anwesende Polizisten hätten nach dem Vorfall einen Rettungswagen gerufen. Eine ärztliche Untersuchung habe ergeben, dass bei der 22-Jährigen zwei Zähne abgebrochen seien und sie auch Prellungen im Gesicht erlitten habe.

Faustschlag „mitten ins Gesicht“ getroffen
Die 22-jährige Journalistin erzählte dem „rbb24“, dass sie um kurz nach 23 Uhr die Oranienstraße im Berliner Stadtteil Kreuzberg überquert habe. Dabei habe sie plötzlich ein Faustschlag mitten im Gesicht getroffen. „Ab da weiß ich nur noch, wie ich auf dem Boden gesessen habe und die ganze Zeit gerufen habe, dass ich von der Presse bin“, schilderte die Frau dem regionalen Fernsehsender. Der Polizist soll außerdem einen verstärkten Handschuh verwendet haben, der für den Einsatz eigentlich gar nicht zugelassen gewesen wäre.

Trotz Corona-Verbots waren am Abend des 1. Mai Menschen in Berlin-Kreuzberg auf Straßen und Plätzen unterwegs. Nach Einbruch der Dunkelheit kam es zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel sprach von „mehreren Tausend Menschen“, die sich verbotenerweise versammelt hätten.

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