Region Attersee:

Geheimnis um unbekannte „Litzlbergerin“ gelüftet

Ein Grabfund in Litzlberg bei Seewalchen am Attersee sorgte unter den Landesarchäologen für Aufsehen. Ein Metallsarg, darin Knochen und Textilien, war entdeckt worden – wir berichteten. Jetzt klärte eine Grabtafel die Identität der Gebeine aus dem 17. Jahrhundert.

Eine Kupfertafel, die dem Sarg beigelegt war, ist des Rätsels Lösung: Mit computertomografischen Untersuchungen an der FH OÖ, Campus Wels, konnte die Inschrift entziffert werden. Diese bestätigte nun, dass es sich um die Überreste von Anna Engl von Wagrain handelt. Sie starb am 2. Juli 1620 im Alter von 46 Jahren auf Schloss Litzlberg.

Sie war klein, schön – und hatte Karies, Osteoporose und Gicht. Durch ihre Ehe mit Simon Engl war sie Mitglied einer wohlhabenden Adelsfamilie, die evangelischen Glaubens gewesen sein muss. Die Porträts der Eheleute sind heute Teil der Sammlung Spiegelfeld (Schloss Tillysburg).

Der Fund bestätigt übrigens erstmals, dass sich im 17. Jahrhundert in Litzlberg ein protestantisches Bethaus befunden hatte. Und er gibt Aufschluss über die Lebensbedingungen in der Neuzeit.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. April 2021
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