Bücherverbrennung 1938

Aktion gegen das Vergessen

Salzburg
30.04.2020 17:05
Porträt von Christoph Laible
Von Christoph Laible
Vor 82 Jahren verbrannten die Nationalsozialisten am Residenzplatz 1200 Werke jüdischer Schriftsteller, Schriften katholischer Autoren und von Politikern des „Ständestaates“. Das Coronavirus verhindert die geplante Gedenkveranstaltung – nicht aber das Erinnern.

„Das Glockenspiel wird es trotzdem geben“, sagt einer der drei Initiatoren Thomas Friedmann, Geschäftsführer des Literaturhauses Salzburg. Dreimal am Tag (7 Uhr, 11 Uhr und 18 Uhr) läuten die Glocken am Residenzplatz die Melodie des Liedes „S’ brent! briderlekh, s’ brent!“ (Es brennt, Brüder, es brennt!) von Mordechai Gebirtig. Das ursprünglich geplante Gedenken unter dem Motto „Haltung“ wird auf 2021 verschoben.

 So hätte der österreichische Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici um 20 Uhr eine Rede halten sollen. „Stattdessen wird er heute auf der Webseite des Literaturhauses lesen. Am Freitag ist der finnisch-britische Autor Henrik Szanto zu sehen“, so Friedmann.

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