Schwierige Bergung

Geisterauto stürzte über 50-Meter Böschung in Enns

Oberösterreich
28.04.2020 19:00

Ein „Geisterauto“ beschäftigte am Sonntagvormittag die Feuerwehren Losenstein, Ternberg und Großraming. Der Pkw geriet aus unbekannter Ursache ins Rollen und stürzte etwa über eine 50-Meter Böschung in die Enns. Die Einsatzkräfte waren rund acht Stunden mit der Bergung des Pkw beschäftigt. Mittels Kran wurde das Fahrzeug herausgezogen.

Aus ungeklärten Gründen ist der unbesetzte PKW am Sonntagvormittag ins Rollen geraten. Daraufhin ist der PKW rund 50 Meter an einer anfangs unbekannten Position in die Enns gestürzt. Der Kommandant der Feuerwehr Losenstein wurde kurz vor 9 Uhr telefonisch zum Einsatz alarmiert und führte gemeinsam mit dem Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten die weiteren Alarmierungen durch um nur die nötigsten Einsatzkräfte zu alarmieren.

150 Meter lange Ölsperre auf der Enns aufgebaut
Um einem möglichen Ölaustritt vorzubeugen wurde vom Ölstützpunkt der Feuerwehr Großraming mithilfe der Feuerwehrboote eine 150 Meter lange Ölsperre in der Enns als Vorsichtsmaßnahme aufgebaut. Die Rufbereitschaft der Bezirkshauptmannschaft Steyr-Land wurde ebenfalls alarmiert. Die Ölsperren konnten nachdem das Fahrzeug geborgen wurde wieder abgebaut werden und es fand kein Ölaustritt statt.

(Bild: AFK Weyer)

Fahrzeug von Tauchern geortet und rund 200 Meter flussaufwärts geschleppt
Die Taucher der Tauchergruppen Kirchdorf und Losenstein haben das Fahrzeug in der Enns geortet. Nachdem die Position bestimmt werden konnte, wurde das Fahrzeug markiert und die Bergung eingeleitet. Dafür wurde zuerst der PKW mit einem Hebeballon an die Wasseroberfläche gebracht. Danach wurde das Auto rund 200 Meter mit dem Arbeitsboot flussaufwärts geschleppt. Das Wegziehen des rund zwei Tonnen wiegenden Fahrzeuges stellt eine echte Meisterleistung der Taucher und Bootsführer dar.

Acht Stunden im Einsatz
Der PKW wurde daraufhin mit einem LKW-Kran aus dem Wasser gehoben und vom Abschleppunternehmen abtransportiert. Die Freiwilligen Feuerwehr Losenstein, Arbeitsboot Losenstein, Tauchergruppen Kirchdorf und Losenstein, Feuerwehrrettungsboot Ternberg, Ölstützpunkt Großraming, Polizei, Abschnittsfeuerwehrkommandant und Bezirksfeuerwehrkommandant waren rund 8 Stunden im Einsatz.

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