15.04.2020 07:59 |

US-Forscher warnen:

„Social Distancing“-Phasen bis 2022 notwendig

Geht es nach US-Forschern, dann werden im Kampf gegen das Coronavirus bis 2022 immer wieder Phasen von sozialer Distanz notwendig sein. Eine einzige solche Periode dürfte nicht ausreichen, um die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 mittelfristig auf einem für die Spitäler zu schulternden Niveau zu halten, sagte am Dienstag der Autor einer entsprechenden Studie.

Sollte es keine anderen Behandlungsmethoden geben, müssten immer wieder Phasen des „Social Distancing“ (soziale Distanz), die sicherlich wirksamste Maßnahme gegen eine Ansteckung mit dem Virus, verhängt werden. Die Studie von Forschern an der US-Universität Harvard, die im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht wurde, basiert auf Computermodellen zur Verbreitung von SARS-CoV-2.

Die Untersuchung basiert auf der Annahme, dass Covid-19 - wie die gewöhnliche Grippe - künftig saisonal auftreten könnte, mit höheren Ansteckungsraten in den kälteren Monaten. Eine massive Häufung von Erkrankungen würde Kliniken an ihre Belastungsgrenzen bringen oder überfordern, wie es derzeit der Fall ist, schreiben die Forscher. Maßnahmen wie Vorschriften zum Abstandhalten oder Ausgangsbeschränkungen sollen die Infektionskurve abflachen - und wären demnach vorerst immer wieder nötig.

Noch viele unbekannte Faktoren
Allerdings gibt es noch viele unbekannte Faktoren, etwa wann wirksame Medikamente oder ein Impfstoff gegen die Lungenseuche verfügbar sind, wie die Studienautoren einräumen. Unklar ist auch, ob eine Infektion mit dem Virus bei genesenen Patienten zu Immunität führt - und wie lange diese anhalten würde.

In den USA wird derzeit, wie in vielen anderen Ländern auch, über eine mögliche Lockerung der Anti-Coronavirus-Maßnahmen und eine langsame Rückkehr zur Normalität nachgedacht.

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