09.04.2020 11:35 |

Zwei Drittel weniger

Coronavirus sorgt für Einbruch bei Kfz-Zulassungen

Die Pkw-Neuzulassungen sind in Österreich im März um 66,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Im gesamten ersten Quartal gab es einen Rückgang um knapp ein Drittel.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch die Nachfrage nach Autos deutlich eingebremst. Im März wurden gar um zwei Drittel (66,7 Prozent) weniger Pkw verkauft als im Vergleichsmonat des Vorjahres - das zeigen aktuelle Daten der Statistik Austria. Im gesamten ersten Quartal 2020 sanken die Neuzulassungen um knapp ein Drittel.

Coronavirus verschlimmert Abwärtstrend
Von Jänner bis März verringerten sich die Pkw-Verkäufe gegenüber der Vorjahresperiode um 32,4 Prozent auf 54.680 Fahrzeuge. Von Monat zu Monat wurden es weniger - im Jänner gab es einen Rückgang um 9,1 Prozent auf 22.959 Fahrzeuge, im Februar ein Minus von 10,9 Prozent auf 21.067 Autos. Im März folgte dann die Vollbremsung von 66,7 Prozent auf nur noch 10.654 Pkw. Die starke Abnahme im Quartal sei auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen.

Hybridautos trotzen dem Trend
Im ersten Quartal wurden den Angaben zufolge um 42,7 Prozent weniger Benziner und um 32,3 Prozent weniger Dieselautos verkauft. Unter den Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw gab es Zuwächse für Wagen mit Benzin-Hybridantrieb (plus 110,7 Prozent) sowie für jene mit Diesel-Hybridantrieb (plus 82,5 Prozent). Mit reinem Erdgas betriebene Pkw nahmen sogar um fast das Vierfache zu (plus 273,1 Prozent) - in absoluten Zahlen ist hier der Anteil mit 57 Neuzulassungen jedoch sehr gering. Die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge sank um 4,5 Prozent auf 2428 Neuzulassungen.

Massive Verluste für gesamte Branche
Alle Top-10-Automarken verzeichneten zweistellige Rückgänge gegenüber dem ersten Quartal 2019. Besonders hart trifft es dabei Opel (minus 46,8 Prozent), Ford (minus 45,8 Prozent) sowie Renault (minus 41,6 Prozent). Die beliebtesten Pkw-Marken der Österreicher waren zum Jahresstart VW (Anteil: 16,1 Prozent), Skoda (Anteil: 9,7 Prozent) und Seat (Anteil: 7,6 Prozent).

Nutzfahrzeuge nach wie vor gefragt
Bei den Kraftfahrzeugen insgesamt zeigt sich ein ähnliches Bild - auch hier verzeichnet die Branche einen Rückgang um fast ein Drittel (31,7 Prozent) auf 71.630 Stück. Der Nutzfahrzeugmarkt hingegen konnte bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen sogar Zuwächse (plus 5,8 Prozent) verzeichnen. Weniger Neuzulassungen gab es dafür bei Sattelzugfahrzeugen (minus 40,5 Prozent) und Lastkraftwagen (Einbrüche von rund 30 Prozent). Auch die Nachfrage nach Zweirädern brach ein - es wurden spürbar weniger Motorfahrräder (minus 36,6 Prozent) und Motorräder (minus 44,3 Prozent) neu zugelassen.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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