04.04.2020 10:15 |

Für Kinder

„Öffentlicher Raum muss besser genutzt werden“

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft fordert eine Öffnung der Parks unter Aufsicht von Betreuern. Die Bürgerliste hat ähnliche Pläne und plädiert für temporäre „Fußgängerstraßen“.

Keine Schule, kein Treffen mit Freunden: „Kinder leiden unter der derzeitigen Situation ganz besonders. Sie brauchen Raum zum Spielen, wo sie sich austoben können“, betont Andrea Holz-Dahrenstaedt, Leiterin der Kinder- und Jugendanwaltschaft (Kija) in Salzburg. Deshalb plädiert die Pädagogin auf eine Öffnung der öffentlichen Flächen unter Aufsicht von Betreuern. „Auf Spielplätzen oder in Parks könnten die Kinder spielen. Nicht zu viele natürlich. Ähnlich wie ein Schülerlotse könnte ein Betreuer sie währenddessen beaufsichtigen“, so Holz-Dahrenstaedt. Je mehr öffentliche Flächen die Menschen nutzen könnten, desto stärker könne man Menschenansammlungen vermeiden.

Das sei zurzeit an den Salzach-Ufern ein Problem: „Wir patrouillieren gerade verstärkt durch die Stadt, besonders an den Salzach-Kais, lösen Menschenansammlungen auf und müssen leider auch immer wieder Strafen aussprechen“, sagt Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler.

Martina Berthold: „Wollen an drei Stellen ansetzen“

Die Grünen in Salzburg haben deshalb ähnliche Pläne wie die kija: Sie plädieren für temporäre „Fußgängerstraßen“. Die Menschen sollen dadurch mehr Platz zum Spaziergehen mit mehr Sicherheitsabstand haben. „Wir wollen an drei Stellen ansetzen“, erklärt Stadträtin Martina Berthold. Mehr Freiraum soll am Salzach-Kai, rund um den gesperrten Lehener Park sowie in der Elisabethstraße stadteinwärts geschaffen werden. Der Nationalrat verabschiedete gestern eine Novelle der Straßenverkehrsordnung, die das Einrichten temporärer Fußgängerstraßen ermöglicht.

In der Stadt Salzburg sieht man wenig Bedarf: Weitere Sperren oder temporäre „Fußgängerstraßen“ seien neben der Gaisbergsperre vorerst nicht geplant. Auch in den Bezirken besteht kein Bedarf. Es gebe genug Grünflächen, sodass Kinder ausreichend Bewegung hätten, so Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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