„Krone“ hakte nach

Tiertransporte: Sie werden nicht vergessen!

Tiertransporter, die in stundenlangen, der Corona-Pandemie verschuldeten Grenzstaus feststecken, führten zu einem Aufschrei verschiedener Tierrechtler, wir berichteten. Die „Krone Tierecke“ hat sich dem Thema verschrieben und bei den Verantwortlichen nachgefragt. Fest steht: Das Thema wird keinesfalls vergessen! 

Die Staus bedeuten für die Tiere zusätzliche stundenlange Wartezeiten, zum Beispiel an der deutsch-polnischen oder der bulgarisch-türkischen Grenze. Die österreichische Politik hat dort leider keine Handhabe - auf EU-Ebene gab es allerdings schon am Montagabend einen Aufschrei. 42 Abgeordnete, darunter Thomas Waitz und Sarah Wiener, verschickten einen Brief an die EU-Kommission.

Der Inhalt des Briefs: Diese verzögerten Tiertransporte seien eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit: Einerseits erhöhter Stress und Krankheitsrisiko für die Tiere, andererseits steigt auch die Gefahr der weiteren Verbreitung des Virus über Grenzen hinweg durch Fahrer, Tierpfleger und Grenzpersonal.

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Die Abgeordneten fordern dazu auf, alle Exporte von lebenden Nutztieren auf dem Land- und Seeweg in Nicht-EU-Länder auszusetzen. Selbiges solle für Fahrten von mehr als acht Stunden zwischen Mitgliedsstaaten gelten. Verlangt wird zudem die Gewährleistung einer raschen Kommunikation zwischen den leitenden Veterinärbeamten und den nationalen Kontaktstellen.

„Krone“ hielt erfolgreichen Gipfel
Die „Krone“, allen voran Tierschutzexpertin Maggie Entenfellner, setzte sich dieses Jahr bereits massiv für das Ende von tierquälerischen Lebendtransporten ein und versammelte unter anderen Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), in dessen Ressort auch der Tierschutz fällt, SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, zum „Krone“-Gipfel.

Maggie Entenfellner: „Wir bleiben dran!“
Erfolgreich: Die „Krone“-Forderungen fanden breite Zustimmung. Maggie Entenfellner ist im regelmäßien Austausch mit allen Fraktionen von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bis Rudolf Anschober: „In Zeiten der Corona-Krise gilt es für die Politik natürlich, sich vorrangig um die Gesundheit der Österreicher zu kümmern“, so Entenfellner. „Aber man erkennt ganz deutlich, dass dieses Thema der Politik sehr am Herzen liegt und auf keinen Fall in Vergessenheit gerät!“

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer
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Sonntag, 27. September 2020
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