Am ersten Wettkampftag bei den Olympischen Spielen gab es für Österreichs Sportler keine Erfolge zu verzeichnen. Luftgewehr-Schützin Monika Haselsberger scheiterte im Halbfinale, Judokämper Paischer am Erstrundengegner, die Radmannschaft am Athener Stadtkurs und Schwimmer Podoprigora im Vorlauf für den 100-m-Brust-Bewerb. Hoffnung gibt es noch für Ruderer Raphael Hartl.
Kurzes Gastspiel von Ludwig Paischer Bittere Enttäuschung für Judoka LudwigPaischer. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm zog er gegenChoi Min Ho den Kürzeren. Nach einem souveränen Start(Paischer dominierte und lag lange Zeit sogar in Führung)schlug der Weltmeister aus Korea eine halbe Minute vor Schlussden Europameister aus Salzburg mit Ippon. Für Paischer wares der erste und gleichzeitig letzte Kampf in Athen: "Die langeVorbereitung war umsonst, es ist einer der bittersten Momentein meiner Sportlerkarriere." Trost für Paischer: Mit demAlter von 22 Jahren liegt die beste Zeit eines Judokas noch vorihm.
Hartl darf noch hoffen Ruderer Raphael Hartl hat mit Rang zwei im Vorlauf(hinter dem Argentinier Fernandez) den Einzug ins Halbfinale der2000-m-Distanz zwar vorerst vergeigt, ist aber noch nicht ausdem Rennen. Am Montag steigen die Hoffnungsläufe, in denender 28-jährige Linzer noch gute Chancen hat, ein Ticket fürdie Vorschlussrunde zu lösen. Hartl zeigt sich trotzdem unzufrieden:"Ich weiß, dass ich nicht in Topform bin. Jetzt werde ichmich zwei Tage erholen und hoffe, dass es dann besser gehen wird."
Haselsberger schoss knapp daneben Schützin Monika Haselsberger hat im Luftgewehr-Bewerbdas Glück gefehlt und ist im Vorkampf ausgeschieden. Anstattder erhofften Medaille musste sie sich mit Rang neun begnügen.Bei vier ihrer 40 Schüsse fehlten jeweils nur wenige Zehntelmillimeterzum Aufstieg ins Finale. Die Tirolerin ist mit ihrer Leistungtrotzdem zufrieden: "Andere waren eben besser. Es ist ein Unterschied,ob man so wie ich als Amateurin an den Start geht oder wie meineKonkurrentinnen als Profi antritt." Immerhin hat die 27-Jährigeihr Ergebnis von Sydney übertroffen.
Podoprigora ging unter Mit einer Zeit von 1:03,08 Minuten kratzte MaximPodoprigora zwar an seiner persönlichen Bestleistung, kamaber im 60-köpfigen Teilnehmerfeld des 100-m-Brust-Bewerbesnur auf Platz 25 und schied aus. "Das war nicht so besonders,mir fehlte die Kraft", meinte "Podo" gelassen. Kein Wunder, dennnun kann sich der Schwimmer in Ruhe auf seine Paradedisziplin,die 200-Meter-Distanz, vorbereiten und spart noch dazu seine Kräfte,die ohnehin spärlich sind, denn eine Stirnhöhlenentzündungsetzte ihn wochenlang außer Gefecht.
Eine Frage der Taktik für die Radler Beim Rad-Straßenrennen durch die InnenstadtAthens (17 Runden bzw. 224,4 km) sind mit Georg Totschnig, GerhardTrampusch, Bernhard Eisel und Gerrit Glomser vier österreichischeVertreter an den Start gegangen. Das rot-weiß-rote Teamwurde nur als Außenseiter gehandelt und schnitt auch dementsprechend ab: Totschnig, der bei der diesjährigen Tourde France ausgezeichneter Siebenter wurde, beendete das Rennenals 22., Trampusch als 30. Berhard Eisel gab auf, God holte sichder Italiener Bettini.
Olympia-Fahrplan Das aktuelle Tagesprogramm zu den Olympischen Spielengibt es bei Krone.at auch zum Ausdrucken (siehe Infobox rechts).
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