20.03.2020 19:20 |

Kanzler im Interview

Kurz: „Hoffen auf Normalbetrieb nach Ostern“

Im Videointerview mit krone.tv-Moderatorin Katia Wagner (siehe oben) erklärt Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass die Verlängerung der gesetzten Maßnahmen bis nach Ostern deswegen wichtig sei, um „italienische Verhältnisse“ verhindern zu können. Er hat die Hoffnung, dass nach Ostermontag das Land wieder schrittweise auf Normalbetrieb gefahren werden könne.

Kurz berichtet von einem „unglaublichen Zusammenhalt in der Bevölkerung“. Es sei wichtig, wie bei einem Marathon mit „Disziplin und Durchhaltevermögen“ durchzuhalten, „wenn wir das Schlimmste verhindern wollen“ - trotz der langen Zeit „an Verzicht und Einschränkung“.

Strafen für Corona-Sünder
Zwar würde die „Masse der Bevölkerung“ solidarisch sein und die Maßnahmen befolgen, aber es gebe immer noch „einige, die sich nicht daran halten“. Hier ist es laut Kurz die Aufgabe der Polizei zu strafen, wenn „einige ganz uneinsichtig sind“. Sollte die Situation an einem Ort eskalieren, könne die Polizei auch den Ort schließen.

„Andere Länder kopieren uns“
Österreich ist mit den Maßnahmen, die es setzt, „gut aufgestellt“, so der Bundeskanzler. Andere Länder würden uns deswegen kopieren: „Bayern hat eins zu eins unsere Maßnahmen kopiert.“ Außerdem hätten wir viel rascher als andere Staaten reagiert. Deutschland würde noch immer über anzuwendende Maßnahmen diskutieren.

„Ich wirke auch selbst auf Unternehmen ein“
Die Krise hat laut dem Bundeskanzler „massive wirtschaftliche Auswirkungen“. Um Kündigungen zu verhindern, wirke er sogar selbst auf Unternehmer ein, um sie von dem „attraktiven Modell“ der Kurzarbeit zu überzeugen. „In den allermeisten Fällen funktioniert das auch“, so Kurz.

Bei Infektion: Isolation im Bundeskanzleramt und Fortsetzung der Arbeit
Trotz der Ansteckung eines ÖVP-Abgeordneten hat Kurz keine Angst, sich selbst zu infizieren. Er versuche dennoch, seine Familie zu schützen. Sollte es dennoch dazu kommen, würde er mit seinem engsten Team im Bundeskanzleramt in Isolation bleiben und seine „Arbeit ganz normal fortsetzen“, weil die Republik handlungsfähig bleiben müsse.

Katia Wagner

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