10.03.2020 17:56 |

Coronavirus

Wiener Stephansdom für Touristen geschlossen

Auch das spirituelle Leben des Landes bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie zu spüren. So hat Kardinal Christoph Schönborn zwar am Dienstagnachmittag gegenüber der „Krone“ beteuert, dass trotz des behördlichen Versammlungsverbotes in Zusammenhang mit dem Virus die Kirchentore in Österreich offen bleiben werden - der Wiener Stephansdom wird zumindest für Touristen ab sofort geschlossen, wie am Abend zu erfahren war.

Der Wiener Stephansdom stellt wegen des Coronavirus bis auf weiteres den Tourismusbetrieb ein. Dies geschehe aufgrund des Regierungserlasses, Indoor-Versammlungen über 100 Personen zu verbieten, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung der Dompfarre. Gläubige der Erzdiözese Wien wurden „von der Sonntagspflicht dispensiert“, dürfen also auch an einem anderen Tag die Messe besuchen.

Dom bleibt für bis zu 100 Gläubige offen
Der Dom bleibt aber für Gläubige, die Gottesdienste besuchen, beten oder beichten wollen, bis zu einer Anzahl von 100 Personen offen. Auch die Öffnungszeiten wurden nicht verändert. Bis Anfang April verzichtet der Stephansdom bei den Messen auf Mund- und Kelchkommunion, den Friedensgruß per Händedruck und generell auf den Gebrauch von Weihwasser.

Ähnliche Hygienevorgaben wurden per Dekret auch für die gesamte Erzdiözese Wien empfohlen. Verpflichtend einzuhalten seien die von der Regierung erlassenen Teilnehmerbeschränkungen, und zwar „für alle Gottesdienstformen und kirchlichen Veranstaltungen“, hieß es, wobei die Pfarrer und Kirchenrektoren in ihrem Bereich für die Umsetzung zu sorgen hätten: „Im Rahmen dieser Vorgaben soll das kirchliche Leben so weit wie möglich weitergehen. Kirchen bleiben unverändert geöffnet.“

Schönborn: Kirchentore bleiben offen
Lediglich Gottesdienste, die für mehr als 100 Gläubige ausgelegt waren, würden vorerst ausgesetzt, hatte zuvor bereits Kardinal Christoph Schönborn erklärt. „Die Kirchen bleiben offen. Gerade in solchen Zeiten sind Trost und Hilfe im Glauben wichtig. Ich schließe auch die Kranken und vielen Pfleger in meine Gebete ein.“

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