21.07.2010 16:17 |

Zwei Jahre Haft

119.000 Euro Beute mit gefälschten Bankomatkarten

Ein Minus von 40.000 Euro auf dem Konto und Exekutionen am laufenden Band: Da hat sich ein Salzburger Versicherungsvertreter eine spezielle Lösung zur Schuldentilgung einfallen lassen. Mit gefälschten Bankomatkarten soll er in nur einer Nacht 119.000 Euro abgehoben haben – mithilfe eines Mitarbeiters einer Münchener Bank…

Während dieser in Deutschland in U-Haft sitzt, erzählte Gernot H. (45) am Mittwoch im Salzburger Landesgericht, dass er den Komplizen beim Chatten im Internet kennengelernt habe. "Der hat sich in der Bank die Zugangscodes von Kunden besorgt, die hohe Beträge auf ihren Konten hatten. Damit wurden auf ihre Namen falsche Bankomatkarten ausgestellt und die Behebungslimits von 2.000 auf 5.000 Euro erhöht."

Aufmerksame Mitarbeiter gaben Hinweis
In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März soll Gernot H. (Verteidiger Karl Wampl) in nicht einmal zwölf Stunden 119.000 Euro abgehoben haben. Bald danach klickten die Handschellen. Denn Mitarbeiter des Postamts Freilassing erinnerten sich an den Mann, der zuvor innerhalb kurzer Zeit zwölf Bankomatkarten abgeholt hatte.

Das Urteil: zwei Jahre Haft, acht Monate davon unbedingt. Die Beteiligten erbaten sich Bedenkzeit, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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