Neue Studie überrascht

Diese Bewegung verlängert das Leben am meisten

Gesund
27.01.2026 10:19

Wer regelmäßig in Bewegung bleibt, lebt länger – doch offenbar macht nicht jede Sportart gleich viel aus. Eine neue Auswertung großer US-Langzeitstudien zeigt: Schon einfaches Gehen senkt das Sterberisiko deutlich, und Vielfalt im Training wirkt stärker als bloße Intensität.

Regelmäßige körperliche Aktivität senkt die Gesamtsterblichkeit um nahezu 20 Prozent. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Analyse von Daten aus zwei der weltweit bekanntesten epidemiologischen Langzeitstudien. Besonders bemerkenswert: Unter den einzelnen Sportarten schnitt ausgerechnet Gehen am besten ab – mit einer Verringerung der Gesamtmortalität um 17 Prozent.

Egal, welcher Sport, Hauptsache bewegen
Die Untersuchung basiert auf Daten der Nurses’ Health Study (1986-2018) und der Health Professionals Follow-Up Study (1986-2020). Insgesamt wurden rund 111.000 Probanden über mehrere Jahrzehnte begleitet. Bei Studienbeginn waren alle Teilnehmer frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie Atemwegs- oder neurologischen Erkrankungen. Die körperliche Aktivität wurde zu Beginn und anschließend alle zwei Jahre erhoben.

Dank der vielen Neujahrsvorsätze sind viele Menschen im Bewegungsrausch – dabei lohnt es sich ...
Dank der vielen Neujahrsvorsätze sind viele Menschen im Bewegungsrausch – dabei lohnt es sich sogar, einen Gang zurückzuschalten.(Bild: stock.adobe.com)

Im Beobachtungszeitraum von insgesamt 2.431.318 Personenjahren registrierten die Wissenschafter 38.847 Todesfälle, davon 9901 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 10.719 durch Krebs und 3159 durch Atemwegserkrankungen. Insgesamt zeigte sich: Nahezu jede Form von Sport war mit einer niedrigeren Sterblichkeit verbunden – mit Ausnahme von Schwimmen, das keinen statistisch signifikanten Effekt zeigte.

Aktiv sein, Leben verlängern
Am stärksten profitierten jene 20 Prozent der Studienteilnehmer mit dem höchsten Aktivitätsniveau. Im Vergleich zu den 20 Prozent mit der geringsten körperlichen Betätigung verringerte sich ihre Sterblichkeit durch regelmäßiges Gehen um 17 Prozent. Langsames Laufen war mit einer Reduktion um elf Prozent verbunden, schnelleres Laufen mit minus 13 Prozent. Radfahren senkte die Mortalität um vier Prozent, Tennis oder Squash um 15 Prozent, Stiegensteigen um zehn Prozent, Rudern oder Gymnastik um 14 Prozent und Krafttraining um 13 Prozent.

Kombination wirkt Wunder
Besonders deutlich fiel der Effekt aus, wenn mehrere Sportarten kombiniert wurden. Teilnehmer mit der höchsten Vielfalt an körperlicher Aktivität wiesen – unabhängig vom gesamten Aktivitätsniveau – eine um 19 Prozent niedrigere Gesamtmortalität auf als jene mit der geringsten Vielfalt. Die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegs- und andere Erkrankungen lag je nach Ursache um 13 bis 41 Prozent niedriger.

„Die Vielfalt der körperlichen Aktivität korrelierte negativ mit der Sterblichkeit, unabhängig vom gesamten Aktivitätsniveau“, schreiben Yang Hu von der T. H. Chan School of Public Health der Harvard Medical School und seine Co-Autoren im Fachjournal BMJ Medicine. Die Ergebnisse stützten die Annahme, dass langfristige körperliche Aktivität in verschiedenen Formen die Lebenserwartung verlängern könne.

Es gibt ein ideales Maß an Bewegung – wer zu wenig tut, riskiert viel; wer extrem viel ...
Es gibt ein ideales Maß an Bewegung – wer zu wenig tut, riskiert viel; wer extrem viel trainiert, gewinnt ab einem gewissen Punkt kaum noch Lebenszeit dazu.(Bild: British Medical Journal)

Man muss es aber nicht übertreiben
Eine in der Studie enthaltene Grafik zeigt zudem, dass sich Todesfälle durch Atemwegserkrankungen besonders rasch und stark verringern – um etwas mehr als 50 Prozent. An zweiter Stelle folgen Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einem Rückgang von rund 30 Prozent. Auffällig ist außerdem, dass der Nutzen bei mehreren Sportarten ab einer gewissen Intensität ein Plateau erreicht: Mehr Belastung führt dann nicht mehr zu einer zusätzlichen Verringerung des Sterberisikos.

Laut den Forschern liefern die Ergebnisse einen praktischen Hinweis für viele Menschen. „Menschen wählen im Laufe der Zeit unterschiedliche Aktivitäten, je nach Vorlieben und Gesundheitszustand“, erklärte Studienleiter Yang Hu. Entscheidend sei, nicht ausschließlich auf eine einzige Sportart zu setzen, sondern mehrere Formen körperlicher Aktivität in den Alltag zu integrieren.

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