18.02.2020 13:09 |

100 Jobs fallen weg

Triebener RHI-Werk: Sozialplan wurde ausverhandelt

Vor wenigen Wochen hatte die RHI Magnesita angekündigt, bis Juli 100 der aktuell 120 Mitarbeiter am Produktionsstandort im obersteirischen Trieben abzubauen. Keiner der betroffenen Mitarbeiter habe das Angebot, an einen anderen steirischen Standort zu wechseln, angenommen, hieß es am Dienstag vonseiten des Unternehmens. Ein Sozialplan wurde ausgehandelt, nun werden Lösungen zur Nachnutzung gesucht.

Bisher war der Standort in Trieben für die Stein- und die Rohstoffproduktion zuständig. 2018 wurde bekannt, dass die Steinproduktion an andere Standorte verlegt werde, darunter Radenthein in Kärnten. Von den derzeit 120 Mitarbeitern werden im Juli nur noch 20 Mitarbeiter am Standort in Trieben arbeiten.

Den Beschäftigten wurde laut einer Unternehmenssprecherin angeboten, an andere Standorte der RHI Magnesita in der Steiermark (Breitenau, Veitsch und Leoben) zu wechseln. Diese sind in etwa 40 Minuten vom jetzigen Standort entfernt, das Angebot habe aber keiner der Mitarbeiter angenommen.

Soziale Absicherung als Ziel
Der Bürgermeister von Trieben, Helmut Schöttl (SPÖ) und Konzernchef Stefan Borgas haben sich am Montag getroffen, um Maßnahmen für Mitarbeiter und die frei werdende Fläche und Infrastruktur zu diskutieren. „Für die Gemeinde ist es das Wesentlichste, dass die Menschen, die ihre Stelle verlieren, sozial abgesichert werden“, hielt Bürgermeister Schöttl gegenüber der APA fest. Ebenfalls sei die Nachnutzung der Fläche für die Gemeinde wichtig. In beiden Punkten seien ihm Zustimmung und Hilfe vonseiten der RHI Magnesita zugesichert worden.

Nachnutzung von Areal wird erarbeitet
Der Frage, was mit der Fläche und der Infrastruktur am Standort geschieht, widmet sich ein Projektteam. „Die Flächen und die Infrastruktur sind für andere Unternehmen gut geeignet. Gemeinsam mit dem Bürgermeister, dem Land Steiermark und der Industriellenvereinigung arbeiten wir daran, dass sich wieder Betriebe ansiedeln, die dann auch Arbeitsplätze schaffen“, hielt CEO Borgas in einer Aussendung am Dienstag fest. In dem Projektteam wird auch ein Gemeindevertreter sitzen, um die Perspektive der Bevölkerung einzubringen.

Die lokalen Vereine, die bisher von RHI Magnesita gesponsert wurden, sollen noch für das restliche Jahr 2020 weiterfinanziert werden. Danach müsse man über weitere Zahlungen verhandeln, hieß es von einer Unternehmenssprecherin.

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