10.02.2020 15:00 |

73% laut Umfrage dafür

Gewerkschaft fordert höhere Steuern für Millionäre

Mit einer neuen Kampagne macht sich die Gewerkschaft GPA-djp jetzt für Vermögenssteuern stark. Ihr Modell sieht einen Freibetrag von einer Million Euro pro Haushalt vor. Wer mehr hat, der soll für ein bis zwei Millionen Euro Vermögen 0,5 Prozent im Jahr zahlen, für zwei bis drei Millionen ein Prozent und darüber 1,5 Prozent.

Derzeit werde Vermögen in Österreich extrem niedrig besteuert. Im Vergleich der OECD-Staaten liegen wir laut GPA-djp-Chefin Barbara Teiber mit nur 1,3 Prozent an vorletzter Stelle knapp vor Estland. Im Durchschnitt der 36 OECD-Länder betragen die vermögensbezogenen Steuern 5,7 Prozent.

Die Ungleichheit steige auch in Österreich. Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt 40,5 Prozent des Vermögens. Die unteren 50 Prozent besitzen hingegen nur 2,5 Prozent. Unter den Themen, die den Österreichern die größten Sorgen bereiten, liegt die „zunehmende Schere zwischen Arm und Reich“ laut IFES-Umfrage schon auf dem zweiten Platz (siehe Grafik unten). Nur die Klimakrise belastet die Menschen derzeit noch mehr.

73 Prozent der Bevölkerung für Millionärssteuer
Laut der von der GPA-djp in Auftrag gegebene IFES-Befragung unter 1000 Österreicher halten es 73 Prozent der Befragten für gerechtfertigt, dass Vermögensanteile über eine Million Euro besteuert werden. Genauso wird das für die Besteuerung von Millionenerbschaften (72 Prozent sind dafür) gesehen.

Laut Teiber würden die im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen, von Klimainvestitionen bis zu Mehrausgaben für Pflege und Kinderbetreuung, 6,4 Milliarden Euro kosten. Die Vermögenssteuern brächten 4,5 Milliarden Euro herein.

Kronen Zeitung, krone.at

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