Sprachdefizite:

Verpflichtende Hilfe bei Deutsch und Werten

Nicht nur im Pflichtschulbereich verlangt die FPÖ Oberösterreich intensivere Maßnahmen zur Integration mittels Deutsch, auch schon vorher. Ziel ist ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr bei festgestellten Sprachdefiziten. „Wir brauchen eine professionelle Sprachförderung ab dem dritten Lebensjahr und die Pflicht, diese zu besuchen“, bekräftigt der Welser FP-Stadtchef Andreas Rabl.

„Im Jahr 2018/19 mussten in Oberösterreich 83,6 Prozent der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache beim Schuleintritt wegen zu hoher Sprachdefizite als ,außerordentlich’ eingestuft werden“, zeigen Bürgermeister Rabl und FPÖ-Landespolitiker auf.

Zweites verpflichtendes Jahr
Aufgrund dieses „erschreckend hohen“ Anteils fordert die FPÖ Oberösterreich ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für jene Kinder, die nach der Sprachstands-Feststellung über mangelhafte Deutschkenntnisse verfügen. Rabl: „Ziel ist dabei, dass Kinder in den zwei Jahren des verpflichtenden Kindergartenbesuches eine umfassende Sprachförderung erhalten, in die auch die Eltern einzubeziehen sind.

Österreichische Werte
Dadurch sind bei Schulantritt ausreichend Deutschkenntnisse vorhanden, um dem Unterricht zu folgen“. Ein Hintergedanke dabei: „Im Zuge der Sprachförderung ist auch besonderer Wert auf die Vermittlung der österreichischen Werte zu legen“, so der Stadtchef. Ohne ausreichende Deutschkenntnisse hätten Kinder von Beginn an einen Nachteil bei der Vermittlung des Schulwissens.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 23. September 2020
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