Anrainer besorgt

Viele offene Fragen zu Gift-Funden

Heiß her ging es bei der zweiten Verhandlung zum Ausbau des Amag-Werks in Ranshofen. Knapp sechs Stunden wurde ohne eine endgültige Entscheidung diskutiert. Enttäuscht sind die Vertreter der 800-köpfigen Bürgerinitiative aber vor allem darüber, dass viele Fragen weiterhin offen geblieben sind.

Frage konnte nicht beantwortet werden
„Die wesentlichste Frage der besorgten Ranshofener und Braunauer war, ob die am Werksgelände festgestellten Dioxinwerte auch für den Menschen gesundheitsschädlich sind. Diese Frage konnte oder wollte niemand beantworten“, hat Angela Baumgartner von der Bürgerinitiative „Gesunde Zukunft“ die zweite Verhandlungsrunde zum Ausbau des Amag-Werks wenig überzeugt.

Konzern will Kapazitäten erweitern
Der Alu-Konzern will auf dem bestehenden Werksgelände die Kapazitäten zum Schmelzen von Aluminium und Gießen von Walzbarren erweitern. Anrainer protestieren seit Monaten. Ein Ende des Zwists ist nicht absehbar. Baumgartner erhofft sich von weiteren in Auftrag gegebenen Gutachten sowie der Stellungnahme des Landes mehr Aufklärung.

Expertenmeinungen liegen bald am Tisch
Die Expertisen sollten bald am Tisch liegen. Dann hat die Initiative vier Wochen Zeit, um zu reagieren. Baumgartner: „Wir wollen das Projekt nicht verhindern, aber auch nicht ständig um unsere Gesundheit zittern müssen. Man wird ernsthaft aufeinander zugehen müssen“, stichelt sie weiter. Dass für die Lärmmessung eine Stelle gewählt wurde, die durch einen Hang lärmgeschützt ist, grenzt für sie an Hohn.

„Völlig unbedenkliche Menge“
Fakt ist, dass an vier Orten in Ranshofen ein Biomonitoring stattgefunden hat. Nur am Firmenareal wurde eine geringe Menge Dioxin festgestellt. Martin Kühnert, Umweltschadstoff-Experte: „Alles völlig unbedenklich. Das Gras darf nicht an Tiere verfüttert werden. Für Menschen besteht null Gefahr!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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