06.02.2020 09:10 |

Bauen+Wohnen

Holz erobert alle Lebensräume

Mit einem Besucher pro Ausstellungsquadratmeter ist die Bauen+Wohnen im Salzburger Messezentrum in Westösterreich die größte Messe ihrer Art. Heuer beschreitet der Veranstalter neue Wege: Mit dem „grünen Pfad“ wird ein Schwerpunkt auf Ökologie gesetzt. Das Top-Material ist seit Jahren das Holz.

Rund 35.000 Besucher bahnen sich von heute bis Sonntag wieder ihren Weg durchs Messegelände. 480 Aussteller – davon 180 aus Salzburg – informieren über die aktuellen Trends im Bau- und Wohnbereich. Ein Material, das sich durch alle Räume zieht, ist das Holz. „Holzbau hat eine lange Tradition in Salzburg. Das geht vom Wald, über den Tischler bis hin zum Baumeister“, weiß Veranstalter Edmund Seliger von Reed Exhibitions. Diesen ökologischen Weg macht die Messer heuer erstmals sichtbar. Der „grüne Pfad“ kennzeichnet ökologisch zertifizierte Unternehmen. „Es ist ein erster Schritt zur Bewusstseinsbildung“, sagt Seliger, der den Pfad mit aktuell 20 Ausstellern noch deutlich ausweiten möchte.

Zwar hat Raimund Sandhoff von „Stammdesign“ keine Zertifizierung, er weiß aber trotzdem woher jeder Baum stammt, den er zu seinen Tischen verarbeitet: „Sowohl die Bäume als auch das Glas für Tischbeine kommen aus Österreich. Der Weg ist vom Wald bis zum fertigen Produkt nachvollziehbar.“ Seine Unikate sind teils 250 Jahre alt.

Neben Holz ist auch Ziegel ein Dauerbrenner, Leder und Stein stehen ebenso hoch im Kurs. Heute öffnet die Bauen+Wohnen mit sieben Themenwelten offiziell ihre Türen.

Interview
Birgit Starmayr ist im Vorstand beim Marktforschungsinstitut market. Sie kennt aktuelle Trends und die Vorlieben der Messebesucher.

Frau Starmayr, welche Bedeutung hat Wohnen im Leben der Salzburger?

Wohnqualität hat eine klare Korrelation mit Lebenszufriedenheit und ist somit eine Form persönlichen Glücks. An oberster Stelle stehen für die Menschen zwar Gesundheit und Partnerschaft, beides ist in der heutigen Zeit aber nicht mehr so einfach. Da schafft ein schönes Zuhause Abhilfe.

Neubau oder Sanierung - wohin geht der Trend?

Es gibt immer weniger Flächen für den Neubau. Wir haben aktuell Generationen an Erben, die das Großelternhaus übernehmen und sanieren. Etwa 20 Prozent der Österreicher renovieren, acht Prozent nehmen eine Generalsanierung in Angriff.

Wie schaut es mit der Nachhaltigkeit aus?

Der Trend geht stark in Richtung Ökologie und Regionalität. Das ist aber auch eine Kostenfrage. Die Leute leisten es sich dann, wenn sie davon einen Nutzen haben, wie angenehmes Raumklima oder eine bessere Gesundheit.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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