08.07.2010 18:36 |

Krise ohne Ende

Kärntner Firmen fürchten die nächsten Monate

Die Krise ist noch nicht vorbei, befürchtet Kärntens Wirtschaft. Das zeigt eine Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV). Zwar spürt man eine leichte Entspannung – doch für die nächsten sechs Monate sehen die Unternehmer schwarz. Es gibt wenig Großaufträge und viel Sorge über Steuerbelastungen.

"Wir sind noch nicht über dem Berg", resümieren die beiden IV-Chefs Otmar Petschnig und Claudia Mischensky das Ergebnis einer Umfrage unter 64 Kärntner Firmen mit 16.936 Mitarbeitern, die alle weitere Einbußen befürchten.

Die Skepsis der Unternehmer zeigt sich auch in den Produktionszahlen: Es werden hauptsächlich die Lager aufgebraucht; auch wenn der Export durch den sinkenden Euro langsam wieder in Schwung kommt.

Dauerhafte Aufträge fehlen
"Es gibt kaum dauerhafte Großaufträge", so Mischensky. "Die meisten Geschäfte werden kürzer und in Tranchen abgeschlossen." Sorgenkinder bleiben Branchen wie Maschinen und Metallwaren oder die Elektroindustrie, wo derzeit lediglich ein "Strohfeuer" glühe, es langfristig aber noch keine Erholung gebe, wie die Kärntner Manager selbst glauben.

"Wichtig ist es jetzt, nur ja keine Wirtschaftswachstumskiller freizusetzen", fordert Petschnig von der Politik. "Diskussionen über Arbeitszeitverkürzungen, Lohnerhöhungen und neue Steuerbelastungen sind völlig verkehrt."

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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