Drei Brandanschläge:

Feuerteufel brachten Feuerwehr in Lebensgefahr

Feuerteufel trieben mit Molotow-Cocktails am Ennser Bahnhof ihr Unwesen. Zuerst brannten zwei Abfallcontainer, dann stand eine Holzhalle in Flammen, war nicht zu retten. Ein umgeknickter Strommast brachte die Freiwilligen in Lebensgefahr. Das nebenstehende Lagerhaus wurde geschützt, Regionalzüge fielen aus, Busse halfen aus.

„Beim Eintreffen um kurz nach 21 Uhr stand die alte Holzhütte bereits in Vollbrand. Wir haben die Löschleitungen aufgebaut und Funkenflug bekämpft, als Kameraden einen umgeknickten Strommasten sahen. Wir hörten auf zu löschen, das war zu gefährlich“, so Anita Stummer, Einsatzleiterin der FF Enns.

15.000 Volt
Durch die Oberleitung liefen 15.000 Volt, der Mast drohte völlig umzufallen. Erst als der Strom im betroffenen Bereich von den ÖBB abgedreht wurde, setzten die 95 Florianijünger ihre Löschversuche fort. Der alte Frachtbahnhof war nicht mehr zu retten, das Holzgebäude brannte völlig ab. Eine abgestellte Lok wurde ebenfalls beschädigt.

Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet
Der Einsatz dauerte acht Stunden. Bereits um 17.50 Uhr mussten die Freiwilligen zu einem Mülleimerbrand in der Unterführung des Bahnhofes anrücken und um 19.15 Uhr versuchten Unbekannte einen Container vor der Holzhütte anzuzünden, die kurz nach 21 Uhr in Flammen aufging. Das Landeskriminalamt sucht jetzt die Zündler.

Schienenersatzverkehr
Bei den ÖBB wurde währenddessen ein Schienenersatz mit Bussen von St. Valentin über Asten, Pichling bis Ebelsberg eingerichtet. Der Fernverkehr war nicht betroffen. Die abgefackelte Hütte war von den ÖBB als Lagerraum vermietet. Läuft mit den Reparaturarbeiten alles nach Plan, sollten heute wieder alle Züge planmäßig fahren.

Ph. Zimmermann, Kronen Zeitung

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Freitag, 28. Februar 2020
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