16.01.2020 06:00 |

Justiz bittet um Hilfe

Parteispenden: Strache auch unter Betrugsverdacht

Neues Jahr, neue Vorwürfe in der Causa Ibiza gegen den gestürzten FPÖ-Chef: Wenige Tage vor der möglichen Rückkehr von Heinz-Christian Strache auf die politische Bühne wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Wien auch wegen Verdachts des schweren Betruges gegen ihn ermittelt. Hintergrund sind Parteispenden und eine Geldbotin …

Im Mittelpunkt der Affäre stehen - wie teils schon kolportiert - die ehemalige FPÖ-Europaabgeordnete Barbara Kappel und ein schillernder bulgarischer Geschäftsmann. Dabei geht es laut Justiz um die Übergabe von zumindest 55.000 Euro in drei Tranchen als „Parteispende“. Geldbotin soll die ehemalige blaue Politikerin gewesen sein. Sie habe die Kuverts Ende 2018/Anfang 2019, also nur wenige Monate vor dem Ibiza-Skandal, übernommen.

Geplanter Deal trotz Millioneninvestitionen ins Stocken geraten
Nach Zeugenaussagen des Ostunternehmers habe Strache ihm über Vermittlung von Kappel versprochen, bei der geplanten Übernahme der bulgarischen Pensionskasse einer bekannten österreichischen Versicherung zu helfen. Denn der geplante Deal sei trotz Investitionen von acht Millionen Euro ins Stocken geraten.

Strache verlangte angeblich 100.000 Euro für sicheren EU-Listenplatz
Im Gegenzug und für einen sicheren EU-Listenplatz Kappels habe der damalige FPÖ-Chef sogar 100.000 Euro als „Spende für die Partei“ verlangt. Das würde auch ein sichergestelltes Chat-Protokoll beweisen. In diesem Zusammenhang bittet die Wiener Justiz nun die Korruptionsstaatsanwaltschaft um Amtshilfe.

Es wird um „Zugriff auf bzw. Freigabe“ der von der Soko Ibiza in Straches Villa sichergestellten Datenträger wie Handys, Computer und Laptops ersucht.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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