13.01.2020 10:21 |

Oft nur Anzeigen:

Die Schlepper sind zurück

Die Lage in der Flüchtlingspolitik spitzt sich zu. Bereits 2019 stieg die Zahl der illegalen Grenzübertritte stark an, jetzt häufen sich die Aufgriffe erneut. Laut Ermittlern schicken Schlepperbanden ihre Komplizen fast schon im Konvoi auf die Straße, um pro Fuhre bis zu 12 Flüchtlinge nach Österreich zu bringen.

Kaum ein Tag ohne Aufgriffe: Derzeit werden alle 24 Stunden bis zu 14 Flüchtlinge aufgespürt. „Die Einsätze verteilen sich auf das gesamte Burgenland“, teilen die Patrouillen mit. Ein aktueller Fall ereignete sich in Heiligenbrunn. Als Vorhut passierten zwei Iraker in einem BMW die Grenzstelle, die von einer Streife überwacht wurde. Kurz darauf folgte ein Kleintransporter, am Steuer saß ebenfalls ein Mann aus dem Irak. Als Polizeibeamte den Mercedes des Typs Vito genau überprüften, entdeckten sie im Wagen fünf Illegale und zwei weitere im Kofferraum.

„Die Fremden gaben an, Syrer zu sein, hatten aber keine Ausweisdokumente“, hieß es. Die Grenzgänger wurden abgeführt. Sie stellten einen Asylantrag. Die mutmaßlichen Schlepper in den beiden Fahrzeugen nahmen die Beamten fest. Die Verdächtigen stritten alles ab.

34 Schlepper gingen vergangenes Jahr im Burgenland ins Netz, mehr als doppelt so viele wie 2018. Diese Bilanz hatte, wie berichtet, das Militärkommando erst vor Tagen vorgelegt. Erneut häufen sich die Festnahmen. Verwunderung löst aus, dass die gefassten Schlepper zwar eine Anzeige ausfassen, aber kurz darauf bereits wieder auf freiem Fuß seien. Und das sogar nach zwei Aufgriffen innerhalb kurzer Zeit.

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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